Paul Sams über Diablo 3 für WoW Annual-Pass Käufer


Paul Sams, Blizzards COO, Bildquelle: Wired.com

Paul Sams, Blizzards COO, Bildquelle: Wired.com

Im Rahmen der Blizzcon wurden am Wochenende zum Teil seitenlange Interviews geführt. Auch Venturebeat.com nutzte diese Chance um mit Paul Sams, Blizzards COO (Chief Operating Officer), ein Interview zu führen. In diesem ging es vorwiegend um das neue WOW Addon: Mists of Pandaria, es fielen aber auch ein paar Sätze zu Diablo 3:

Der World of Warcraft Annual Pass und das dazugehörige Diablo 3 Geschenk sollen laut Paul Sams eine Möglichkeit für WoW Spieler bieten, auch mal einen Blick in das Diablo 3 Universum zu wagen und etwas neues zu erleben ohne gleich WoW verlassen zu müssen oder das Expansion Set zu kaufen.

Des Weiteren fragte Venturebeat.com, ob Blizzard mit dem verschenken des Basis-Spiels plane, mehr Leute in die Diablo Welt und damit in das Echt-Geld-Auktionshaus zu bringen. Paul Sams antwortete darauf, dass das wirklich so passieren könnte, aber nicht das Hauptziel war. Das eigentliche Ziel war es wirklich, den Spielern etwas zurückzugeben, sich zu bedanken.

Das komplette Interview könnt ihr unter Venturebeat.com auf englisch nachlesen.


Ja, das mit dem Bedanken klingt logisch. Jeder WoW Spieler bringt im Jahr 120 Euro in die Kasse, mach das mal mit den AH…

Davon abgesehen ist es natürlich nett, wenn sich jemand nochmals für ein Jahr bindet :D

Naja, Blizzard hat das Marketing ja nun nicht gerade eben erst neu erfunden…

Dass Produktbündelungen eine feine Sache sind, ist mittlerweile auch bis nach Kalifornien durchgedrungen und hat sicherlich nicht primär mit Nettigkeit gegenüber den WOW-Spielern zu tun.

Es ist definitiv ein tolles Angebot und wird bestimmt sehr zahlreich in Anspruch genommen :)

Warum nicht einfach mal die Wahrheit sagen … :) Ich finds lustig, zumal selbst langjährige WOW`ler über das neue Panda-Addon schmunzeln;) …

Ich denke, sinkende Abonnementzahlen waren hier der Hauptgrund. Ich kann mir gut vorstellen, dass Blizzard fürchtet, noch mehr Abonnenten für eine längere Zeit oder gar permanent zu verlieren, wenn D3 rauskommt. Wenn man jetzt ein Jahresabo aufnimmt und D3 z.B. im Januar rauskommt, dann ist der anfängliche "Hype" Mitte des Jahres ein bisschen abgeflaut bzw. das Novum hat sich etwas verloren. Dann haben die Leute aber immer noch einen aktiven WoW-Account und spielen dann vielleicht vermehrt wieder, verlängern u.U. ihr Abo noch einmal. …

Das sehe ich genauso. Und wenn man dann bedenkt das die Mists of Pandaria Beta dann irgendwann August-Dezember 2012 beginnt und Ende 2012/ Anfang 2013 dann Mists of Pandaria vorausichtlich rauskommt, ist das doch ein super timing :D

Ist doch ganz logisch. Jahresabo 120 € und D3 wird sicher 45€ kosten. Also 75 € mehr Umsatz als wie wenn ein Spieler sich D3 kauft und die 120 € übers RMAH. Wieder einmal Blindmachen der tatsächlichen Wirtschaft und Angst davor WoW- Abonnenten zu verlieren.
120 € sind leicht im Jahr zuerreichen auch wenn man wenig Handelsgeschick hat. …

Mal wieder recht weit aus dem Fenster gelehnt…

WoW hat zwar das erste mal rückläufige Abonnementzahlen, aber das sind "nur" 300’000, von >11 mio. Da ist man noch weit von Angst entfernt. Ausserdem, über die microtransactions konnten sie den Umsatz weiterhin erhöhen.

Ist also bestimmt nicht darauf zurückzuführen. Ansonsten wäre WoW ja eh schon zum Sterben verdammt und ein weiteres addon, das erst in einem Jahr rauskommt, wäre einfach blöde. …

Mein erste Gedanke war auch, dass Blizzard vermeiden möchte sich selbst die Spieler streitig zu machen. Und ein Dank ist auch wirklich angebracht. Man wird nicht verleumden können, dass die WoW Spieler ein Großteil von dem Kapital bereitgestellt haben, was es überhaupt erst ermöglicht hat, so ein Projekt wie Diablo3 anzufangen.

Allerdings wissen auch die Menschen bei Blizzard: WoW und Diablo sind nicht das gleiche, die Spiele haben nicht die gleiche Zielgruppe an Spieltypen (auch wenn es Überschneidungen gibt.) WoW ist ein MMORPG und Diablo3 ist ein Action-RPG – beide aus dem Hause Blizzard. Da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Sicher werden sich viele WoW-Spieler auch für D3 interessieren. Viele davon werden auch an D3 hängen bleiben, aber eben nicht alle.

Und Mists of Pandaria lässt sogar jemanden wie mich ganz spitzbübisch nach WoW schielen, obwohl das Spiel vorher überhaupt nicht mein Fall war.
Ich glaube nicht, das WoW auf einem absteigenden Ast ist. Mist of Pandaria wird noch mal frischen Wind in das Spiel bringen und vielleicht sogar einen Verkaufsrekord einfahren. …

WoW hat zwar das erste mal rückläufige Abonnementzahlen, aber das sind "nur" 300’000, von >11 mio.

Was als Marktorientiertes Unternehmen trotzdem bedeuted, dass der angepeilte Gewinn um 300’000-Spielereinnahmen schwindet. Darf nicht passieren! Darum Werbung machen, damit das Game so floriert, wie der Manager es gerne hätte. …

gäbe auch noch andere möglichkeiten die wow abbos zu erhöhen aber irgendwie sieht das blizzard nicht..

einfach das hauptspiel + alle addons als ein günstiges packet anbieten,

für nen neuen anfänger ist es einfach zu viel geld erstmal das hauptspiel/1.addon +2 addons zu kaufen.. …

man würde sich das doch eh nicht alles auf einmal kaufen, richtige Anfänger spielen erstmal die kostenlose Testversion bis zu diesen bestimmten lvl, dann kaufen sie sich classic und spielen bis lvl 60 und wenns denen dann immernoch spaß macht, kaufen se sich evtl noch die addons dazu. …

Mal wieder recht weit aus dem Fenster gelehnt…

WoW hat zwar das erste mal rückläufige Abonnementzahlen, aber das sind "nur" 300’000, von >11 mio. Da ist man noch weit von Angst entfernt. Ausserdem, über die microtransactions konnten sie den Umsatz weiterhin erhöhen.

Ist also bestimmt nicht darauf zurückzuführen. Ansonsten wäre WoW ja eh schon zum Sterben verdammt und ein weiteres addon, das erst in einem Jahr rauskommt, wäre einfach blöde.

Sehe ich nicht so. Denn letztendlich lehnst du dich mit deiner Aussage "es sind ja ‘nur’ 300.000 Abonnenten, die wegfallen" auch nur genau so weit aus dem Fenster wie ich, um mal bei deiner Formulierung zu bleiben. WoW liegt nicht unbedingt im Sterben, aber dass es seinen Zenit überschritten hat, ist, glaube ich, jedem hier und ganz besonders Blizzard klar. Und natürlich ist es bei der aktuellen Anzahl von zahlenden Kunden noch profitabel, ein neues und vielleicht letztes Addon rauszubringen (wahrscheinlich werden aber noch welche kommen), aber man muss mittlerweile damit rechnen, dass von Jahr zu Jahr mehr Kunden wegbrechen bzw. die Neukunden die schwindenden nicht mehr aufwiegen.

Natürlich ist Diablo 3 nicht World of Warcraft, das sind nun einmal unterschiedliche Spiele. Das muss aber nicht heißen, dass D3 kein guter Ersatz für WoW bzw. ein Grund zum Aufhören sein kann, vor allem in der Flautezeit zwischen letztem Contentpatch (Deathwing) und neuem Addon. Microtransaktionen sind zwar eine ganz tolle Sache, aber bei sowas wie Abonnentenzahlen geht es ja auch um Sachen wie Marktanteil, Reichweite etc. Das kann man nur schwer mit etwas anderem aufwiegen. …