Diablo 3 Demo auf der Gamescom 2009 – Spielbericht

Die Diablo 3 Demo der Gamescom 2009 – Das große Warten

Diablo 3 Warteschlange

Ab hier noch 3 Stunden warten!

Dieses Jahr gab es auf der Gamescom 2009 in Köln zum ersten Mal eine spielbare Version von Diablo 3 für alle Messebesucher zu bestaunen. Nachdem die Messe um 10 Uhr öffnete, war es um 10.05 Uhr so weit: Crescent, Cyberwolf und HorstSchlemmer standen zwischen hunderten von anderen Besuchern in der Schlange um auf Diablo 3 zu warten. Obwohl wir sehr schnell am Blizzard-Stand waren, hatten wir doch schon etwa 3 Stunden Wartezeit vor uns. Der Andrang war so groß, dass nach kurzer Zeit die Warteschlange so lang wurde, dass sie aus der Halle raus, bis auf den Flur und wieder in die nächste Halle reinragte. Die ganzen Wartenden wurden dort teilweise von missmutigenGuitar-Hero und Sony-Playstation-Mitarbeitern begrüßt, da die wartende Menge es tatsächlich schaffte, jegliche Stände in der näheren Umgebung zu blockieren. Schnell wurde die Warteschlange umgelegt, so dass sie sich in einem Zickzackkurs um den Blizzardstand wand.Aber alles half nichts, gegen 16 Uhr wurden hinter den Schildern, die besagten „Ab hier 4 Stunden Wartezeit“, noch Schilder aufgestellt, die die meisten Besucher nicht gerade begeistert haben dürften: „Ab jetzt bitte nicht mehr anstellen.“
Der Andrang war also enorm. Hat es sich trotzdem gelohnt und was erwartete einen, wenn man die quälende Wartezeit endlich hinter sich hatte?

Die Diablo-3-Demo der Gamescom 2009 – Endlich drin!

Diablo 3

Die interessantere Form des Wartens

Sobald man die Warteschlange hinter sich gelassen hatte, kam man in die nächste. Da man hier jedoch den anderen beim Spielen zugucken konnte, war diese Schlange sehr viel interessanter.Sah man sich die jeweils 50 Leute an, die die neue Demoversion gleichzeitig in Vierer-Teams spielen durften, erblickte man fast ausnahmslos begeisterte Gesichter. Bei den Bildern die man zu bestaunen bekam, war das jedoch alles andere als verwunderlich.In der Zwischenzeit konnte man sich mit einigen Blizzardmitarbeitern unterhalten. Auf meine Frage, ob das Teamspiel in der Demo via LAN organisiert ist, erhielt ich jedoch keine klare Antwort, man kann allerdings davon ausgehen, dass es irgendwie anders geregelt wurde.
Auf dem Weg gab es noch eine nicht ganz unbedeutende Kleinigkeit zu entdecken: Einen unscheinbaren Zettel, der aber Allerhand neues verriet:Nicht nur die Rückkehr der Tränke wurde dort endgültig bestätigt, auch näheres zum Tod des Charakters kam dabei heraus. Sobald ein Charakter verstirbt, hat man die Wahl ihn am letzten betretenen Checkpoint wiederzubeleben oder man wartet bis die Mitspieler die eigene Leiche befreit haben.

Diablo 3

Einige Interessante Beschreibungen zum Spielablauf!

Dann sind diese in der Lage, einen per Mausklick an Ort und Stelle wiederzubeleben.
Da die Demo im Vergleich zu Diablo 2 und zu dem was man bisher von der Demo der Blizzcon 2008 Demo gehört hat für einige der unerfahreneren Diablo-Spieler dort doch recht schwer war, war dies ein relativ gerne genutztes Feature.

Jetzt geht’s los!

Zunächst durfte man sich seinen favorisierten Charakter aussuchen, dabei entschieden wir uns für zwei Wizards und einen Hexendoktor, den sich unser vierter Mitspieler auch aussuchte. Der Einstieg ins Spiel verlief ohne lange Leerlaufphasen. Jeder erhielt einen Level 11 Charakter mit ein paar vorgegebenen Skills und einigen Items. Kaum losgelaufen, griffen auch schon die ersten Monster an. Diese agierten teilweise sehr klug und umzingelten den Helden oder versuchten ihn durch schiere Masse zu überrennen. Die Demo spielte in einer Wüste, die dem zweiten Akt von Diablo 2 sehr ähnlich sah. Auffallend waren die Sandböen, die durch das Bild zogen und sehr atmosphärisch wirkten. Auch graphisch ist das Spiel durchaus gelungen und während man auf Screenshots noch Paralellen zur Grafik von WoW suchen kann, so ist es im laufenden Spiel nahezu unmöglich, diesen Eindruck zu gewinnen. Alles wirkt passend und fast schon realistisch, abgesehen von den schön gelungenen Lichteffekten der Skills ist nichts übermäßig bunt. Allerdings kann man vor lauter Feuerwerk, welches die 4 Charaktere auf dem Bildschirm entfachen, schonmal den Überblick verlieren.
Die Monster sind durchaus beeindruckend, aber noch beeindruckender ist ihr Ableben. Ständig zerplatzt irgendwo etwas, verliert den Kopf oder wird von der zerstörbaren Umgebung einfach erschlagen.
Bei den Items war es so, dass magische Gegenstände schon identifiziert waren, wenn man sie aufhob, nur gelbe Items musste man von Hand mit einer Schriftrolle identifizieren. Die Eigenschaften der Items haben meistens wie zu erwarten war die Stats erhöht, große Überraschungen waren noch nicht zu entdecken.Eine weitere Neuerung waren Dungeons, für die man nur eine gewisse Menge an Zeit hatte, bevor diese einfach einzustürzen begannen, was eine enorme Spannung erzeugte. Bei uns leider nur beim zugucken, wir haben keinen dieser Dungeons entdeckt. Dafür haben wir einige Mini-Quests erhalten, in denen z.B. Soldaten befreit werden mussten.

Weitere Neuerungen:

  • Kill-Combos: Sobald man in kurzer Zeit eine gewisse Anzahl an Monstern tötet, erhält man zusätzliche Erfahrung, schnelles Töten wird also belohnt. Dies wird graphisch unten rechts in der Ecke dargestellt. Je höher die Killzahl, desto höher der Erfahrungsbonus.
  • Schreine: Entgegen der bisherigen Ankündigung haben es Schreine wieder ins Spiel geschafft. So gibt es z.B. einen blau leuchtenden Schrein, der das Leben sofort wieder auffüllt
  • Fallen: Wie schon in Diablo 2 gibt es an einigen Stellen Fallen wie Kisten, Regale oder ähnlichem, die den Charakter entweder einfrieren oder schädigen.
  • „Glück“ (Luck): Glück ist neu unter den Stats in Diablo 3, vermutlich wirkt es wie Magic Find.
  • Equipwechsel: Wenn man ein neues Item aufhebt, werden die Stats des neuen Items automatisch mit den Stats des Items verglichen, das man gerade trägt. Mit einem simplen Rechtsklick kann man die Items dann schnell austauschen.
  • Skillwechsel: Der Wechsel zwischen den Skills ging über die neuen Hotkeys 1-4 sehr schnell von der Hand, man konnte praktisch jederzeit etwas anderes einsetzen. Außerdem war es möglich, mit der Tabulator-Taste schnell die Belegung der rechten Maustaste zu ändern, so dass man damit gleich 2 Skills einsetzen konnte.
  • Inventar: Das Inventar sieht wieder aus wie in Diablo 2, wir können uns also wieder auf Tetris im Inventar freuen. Allerdings gibt es nur noch 2 verschiedene Itemgrößen, eine verbraucht zwei Felder im Inventar, die andere nur einen.
  • Taschen: Der schon relativ großzügig bemessene Inventarplatz lässt sich durch Taschen, die von Monstern gedropt werden, weiter ausbauen.
  • Tränke: Und sie sind doch wieder da! Wenn man mal keine Heilsphären zur Hand hat, kann man stattdessen einfach einmal pro Minute einen Trank benutzen.
  • Elixiere: Neben den Heiltränken gab es auch noch diverse Elixiere, die vorübergehend einen Status erhöhten, z.B. Willenskraft um 12 Punkte für 300 Sekunden.

Der Hexendoktor

Diablo 3

Die Hexendoktorin setzt Firebomb und
Horrify ein!

Der Hexendoktor begann mit den Skills „Firebomb“, Horrify, Summon Undead (auch als Summon Mongrel bekannt), Corpse Spiders (eine Art Kadaverexplosion die Spinnen hervorruft) und einigen Passivskills.Gerade gegen eng zusammenstehende Gegner erwies sich Firebomb als sehr nützlich, da man guten Flächenschaden austeilte. Sobald sich die Gegner verteilten, wurde Corpse Spiders auf die bis dahin vorhandenen Leichen verwendet, woraufhin dutzende kleine Spinnen die Gegner attackierten. Sollten Gegner es doch einmal geschafft haben, an den relativ gut blockenden Untoten Hunden vorbei zu kommen und den Hexendoktor oder andere Charaktere zu umzingeln, so vertrieb Horrify sie sehr zuverlässig – teilweise aber auch etwas zu weit, sodass man ihnen dann wieder nachlaufen musste. Sehr beeindruckend zeigte dieser Skill seine Wirkung, als die Gruppe auf einmal von einer wahren Armee angegriffen wurde, die man in dieser Größe sonst nur aus dem Kuhlevel kennt.
Nach dem Level Up auf Level 12 konnte man eine neue Fähigkeit wählen. Ich entschied mich für „Plague of Toads“. Bei dieser Fertigkeit beschwört der Hexendoktor ein paar Frösche, die auf die Gegner zulaufen und diese vergiften.Beim Ableben der Frösche hinterlassen sie eine Art giftigen Schleim, der darüberlaufende Feinde noch einmal schädigt.
Die Manaversorgung war durch einen der Passivskills sehr gut geregelt, es kam praktisch nie zu einem Leerlauf, der länger als zwei bis drei Sekunden angehalten hätte.Die Gruppe kam insgesamt sehr gut mit den klug agierenden Massen an Monstern zurecht, was wohl auch unserer Erfahrung mit Diablo 2 zuzuschreiben ist, einzig eine Art Bossmonster ganz kurz vor dem Ende der Spielzeit überraschte uns, so dass wir dann doch einmal den Tod eines Charakters hinnehmen mussten.Unerfahrene Gruppen hatten aber wie schon gesagt teils größere Probleme.

Die Zauberin

Diablo 3

Der Wizard beim Einsatz der Arkanen Kugel

Als Wizard konnte man zu Beginn auf die Skills Arkane Kugel, Frostnova, Frostrüstung und Spektralklingen zurückgreifen (zusätzlich gab es die Möglichkeit ein kleines Magisches Geschoss mit dem Zauberstab – wohl der Standardangriff – zu verschießen, was aber reichlich unbeeindruckend war). Dabei nahm bei mir ebenso wie bei allen Wizard-Spielern, die ich in der Wartezeit beobachten konnte, die Arkane Kugel die Rolle des Standardangriffs ein. Zu effektiv, gerade gegen die im Vergleich zu Diablo 2 überdurchschnittlichen Gegnermassen, war der angerichtete Flächenschaden. Spektralklingen boten ergänzend einen passablen Nahkampfangriff, wenn das Mana knapp wurde.
Frostnova bot etwas Crowdcontrol und Frostrüstung sollte vor Nahkampfangriffen schützen. Letztere war gut genug für mich, um sie dauerhaft aufrecht zu erhalten, für den Fall, dass mir ein Gegner einmal nahe kam, wohingegen sich mit Frostnova eine interessante taktische Option in Kombination mit den von Blizzard viel diskutierten Heilsphären ergab: Mehr als einmal bemerkte ich, dass die Lebenspunkte eines Partymitgliedes nach unten sanken und eine Heilspähre in der Nähe war. Ich konnte diese dann – auf den Freeze-Effekt der Frostnova bauend – relativ schadfrei erreichen. Dies war natürlich eine besondere Situation in dieser Party, da wir aus vier Castern bestanden. Unter normalen Umständen hätte ich die Aufgabe des Sphärensammelns stillschweigend an den Barbaren delegiert. Positiv fiel an dieser Stelle auch die Steuerung auf. Auf die rechte Maustaste legte ich Arkane Kugel und Frostnova, die mit Hilfe des Mausrades ausgewechselt wurden. Somit konnte ich schnell auf verschiedene Kampfsituationen reagieren – einmal am Mausrad gedreht konnte ich vom Fernkampf auf Nahkampf-Crowdcontrol umschalten.
Es wurde deutlich klar, dass Blizzard nicht zu viel versprochen hatte: Die Heilspähren motivierten einerseits zu einem aufmerksameren Partyplay und andererseits hätten wir ohne sie öfter einen taktischen Rückzug versuchen müssen, was dem Spiel viel Tempo genommen hätte. Das Tempo hingegen war enorm. Kaum eine ruhige Minute blieb mir, um den Skillbaum zu lesen, da schon die nächsten Gegner reihenweise auf die Party zugestürmt kamen. Zusätzlich begünstigend wirkte die effiziente Skillverwaltung mit Mausrad, Maustasten und Zahlen. Resultierend war das Hack&Slay-Feeling so wie man es sich wünscht:
rasante Kämpfe, taktische Entscheidungen müssen in Sekunden getroffen werden, die Gegner fallen reihenweise. Dennoch fühlte man sich nicht unterfordert, insbesondere die Bossmonster und Champions steckten viele Treffer ein und konnten ansehnlich austeilen. Ein Boss mit Manaburn konnte unsere Caster-Party kurz vor Ende der Spielzeit auch noch komplett töten.
Nach dem lang ersehnten Level Up wählte ich nach kurzem Überfliegen des Skillmenüs die Fähigkeit Energietwister aus dem Sturmbaum.

Diablo 3

Der Wizard friert mit Frostnova seine
Feinde ein und schädigt sie!

Damit konnte man – leider zu hohen Manakosten – Wirbelstürme beschwören, die in einer geraden Linie Gegnern in ihrem Pfad pro Sekunde Schaden zufügten. Angesichts der Horden an vielen kleinen Gegnern war dies effektiv um eine Schneise in die feindlichen Reihen zu schlagen. Besonders gut gefallen an diesem Skill hat mir aber eine taktische Komponente: Um möglichst großen Schaden anzurichten muss man möglichst günstig zum gegnerischen Pulk positioniert sein, weshalb ich ständig um das Kampffeld herumlaufen musste, anstatt von einer Position aus stumpf draufzuhalten. Einziger Wermutstropfen war, dass die Animation des Twisters stark hinter denen der anderen Wizard-Skills zurückblieb, die ich von der Warteschlange aus beobachten konnte. Insbesondere die Darstellungen der Blitze fielen mir positiv auf.

Der Barbar in der Blizzcon 2009 Demo

Diablo 3

Der Barbar schwingt seine Äxte

Obwohl immer gesagt wird, dass der Barbar, trotz seiner Wiederkehr in Diablo 3, ein anderes Spielgefühl vermittelnsoll, als sein Vorgänger, so sind die ersten Schritte doch sehr ähnlich. Als reiner Meleecharakter gedacht sind dieersten Aktionen mit dem Barbaren Gegner anklicken, draufschlagen und niedermetzeln. Dies ändert sich gerade bei kleinenMonstergruppen und/oder einzelnen Monstern auch nicht wirklich, was aber auch garnicht beabsichtigt ist. Der Barbarist nämlich darauf ausgelegt sich direkt ins Getümmel zu stürtzen und Gruppen von Monstern einfach auszulöschen.Durch das neue „Wut-System“, welches beim Barbaren das Mana aus Diablo 2 ersetzen soll, wird diese Spielweise enormunterstützt, allerdings muss man über das System bescheid wissen und man muss wissen wie es arbeitet, ansonsten wirdman schnell Opfer der Monsterhorden.

Diablo 3

Der Barbar bewegt sich durch Akt 2!

Mit dem „Wut-System“, welches Wut aufbaut wenn man Monster schlägt oder sie tötet, wird von Blizzard momentan der „Wegder unendlichen Wut“ gegangen. Im Konkreten bedeutet das, dass man mit dem normalen Angriff durch Schlagen/Töteneinzelner Monstern erst einmal langsam Wut aufbauen muss um sich dann in die Monstergruppen zu stürtzen und mit Hilfeeines mehrere Monster treffenden Skills die Wut zu halten, Horden von Monstern zu töten und somit quasi unendlich viel Wutaufbauen zu können, bis kein Monster mehr steht.
Mit Hilfe dieses Wissens wird die Handhabung des Barbaren immer besser und sicherer und für den Barbaren gefährlicheSituationen kommen so gut wie überhaupt nicht mehr vor.Was man dem Barbaren, trotz reichlich vorhandener Blutanimationen und fliegenden Körperteilen, ankreiden muss ist, dasser, zumindest in der Demo, mit nur zwei Skills, nämlich dem normalen Angriff und einem mehrere Monster gleichzeitigtreffenden Angriff, durchspielbar war. Dank seiner Zähigkeit, Heiltränken, Heilsphären und quasi unendlicherSpezialangriffe wurden selbst Situationen, wo vor lauter Blut und Monstern der eigene Charakter nicht mehr gesehen wurde,nicht wirklich gefährlich.
Alles in allem kann man sagen, dass der Barbar mit dem neuen Wut-System tatsächlich eine etwas andere Herangehensweisebenötigt, man sich aber schnell damit zurecht findet und es Spaß macht ihn zu spielen, auch wenn er eigentlich einWiederkehrer ist. Bleibt nur zu hoffen, dass man von den benötigten zwei Skills übergeht zu einem System, wo man mehrereSkills geschickt anwenden muss um in der Welt von Diablo zu bestehen.

Der Mönch in der Blizzcon 2009 Demo

Diablo 3

Der Mönch im Kampf

Dass der Mönch eine eher untypische Klasse für ein Hack&lay Adventure, wie Diablo, ist sollte inzwischen jedemklar sein, doch wie spielt sich eine solche Klasse, die von Blizzard anhand von Kampfspielen wie Street Fighter oderTekken entworfen wurde?Obwohl gesagt wurde, dass jede Klasse, ausgenommen der Wizard, eine andere Energiequelle für das Benutzen von Skillsbekommen sollte, wurde beim Mönch trotzdem wieder auf das altbewährte Mana gesetzt. Tut dies der neuen Idee des Mönchesmit seinem Combo-System einen Abbruch und könnten dadurch Befürchtungen wahr werden, der Mönch könne nur eine andereForm der Assassine aus Diablo 2 sein?Hier muss ein klares Jein stehen, denn Paralellen zur Assassine sind in Form von Schlägen und Tritten definitiv zuerkennen, doch wird durch das komplett andere Combo-System ein in der Tat anderes Spieleerlebnis geschaffen.Wo bei den meisten Skills der Assassine noch Aufladungen nötig waren um die gesammte Power der Skills hervorzurufen, sowerden Aufladungen beim Mönch keine Rolle mehr spielen. Vielmehr gibt es nun für Skills drei sogenannte Stages, die durcherneutes Schlagen und treffen eines Monsters ausgelöst werden. So wird Beispielsweise bei dem Skill „Way Of The ThousandFist“ beim ersten Schlag (Stage 1) ein Dash ausgeführt, welcher, ähnlich dem Anstürmen des Paladins, den Mönch auf seinOpfer zustürmen lässt. Ein zweiter Schlag direkt auf den ersten folgend löst die 2. Stage aus in Form von vielen Schlägenauf das Monster. Ein erneutes klicken auf das Monster und somit den dritten Schlag in Folge (Stage 3) bewirkt, dass eineAoE (Area of Effect), also Flächenschaden, ausgelöst wird.Das ganze führt dazu, dass Stage 1 und 3 aus Skill A bestehen können, die Stage 2, des Angriffs, aber aus Skill B, so dassextrem viele Variationen möglich sind und man jedes Mal erneut überlegen muss mit welcher Taktik man an die Monstergruppeherangeht, denn einfach reinlaufen wird bei dem Defensiv sehr schwachen Mönch schnell zu einem Selbstmordkommando.Mit Hilfe einiger Defensivskills, wie z.B. das kurzzeitige Zurückschleudern feindlicher Angriffe spielt sich derMönch eher wie ein Charakter, der schnell in Monsterhorden hineinspringt, ein paar Treffer landet und bevor er selbstgetroffen wird auch schon wieder verschwindet um sich für den nächsten Angriff vorzubereiten.Abschließend bleibt zu sagen, dass die Idee des Combo-Systems und des Mönches allgemein eine wirklich interessante,wenn auch zugleich sehr herausfordernde Sache darstellt. Anfänger werden somit zwar ihre probleme haben die Klasse zuspielen, allerdings sollte sich der Mönch als eine ein-Mann-Waffe entpuppen, wenn man sich mehr mit ihm beschäftigt.Ob sich das System des „bis drei zählen und schauen, dass man den richtigen Skill zur richtigen Zeit drückt“ allerdingswirklich so gut durchsetzen kann, wie Blizzard sich das vorstellt bleibt als offene Frage im Raum stehen und wird wohlnur im Laufe der zeit beantwortet werden können.

Diablo 3

Da wars dann für uns vorbei…

Fazit

Das lange Anstehen hat sich gelohnt! Die Demo machte unglaublichen Spaß, einige der Veränderungen zu Diablo 2 sind im Spiel als echte Verbesserungen zu erkennen, wie z.B. die intelligenten Monster oder die Vielfalt der wirklich brauchbaren Skills. Die Grafik ist stimmig und sorgt für eine passende Atmosphäre.
Das Gameplay ist schon jetzt sehr spannend und actionreich, so etwas kannte Diablo 2 nicht.Wenn die Entwicklung so weiter verläuft und Story sowie Langzeitmotivation gut werden, kann man sich auf ein Spiel freuen, welches der Diablo-Reihe alle Ehre machen wird.
Es bleibt abzuwarten welche anderen Klassen noch angekündigt werden und welche Geheimnisse Blizzard noch auf Lager hat, um Diablo 3 zu einem absoluten Tophit zu machen.Wir drei fanden das Spiel toll und bereuen die lange Wartezeit auf keinen Fall.