Die Welt von Diablo 3 – Dungeons

Kathedrale von Tristram

Die Kathedrale von Tristram

Aus den Texten von Abd al-Hazir

„Nachdem ich die Überreste Tristrams mit eigenen Augen gesehen hatte, verspürte ich die Notwendigkeit, weitere Informationen zu sammeln, um das Geheimnis zu lüften, das die Gänge und Dungeons unterhalb der Kathedrale umgab.

Das um das Jahr 912 herum zunächst als Horadrim-Kloster erbaute Gebäude (für mehr Informationen zu dem verschwiegenen Horadrim-Mönchsorden siehe meine Einträge, die uralten mystischen Traditionen betreffend) wurde später in eine Zakarum-Kathedrale umfunktioniert. Es wird erzählt, dass das ursprüngliche Kloster über dem Gewölbe erbaut worden sei, in dem der sagenumwobene Diablo eingekerkert gewesen sein soll, und dass seine angebliche Befreiung zu den Schrecken führte, die wir alle heute mit dem Namen Tristram verbinden.

Um Licht ins Dunkel der vielen Geheimnisse der alten Kathedrale zu bringen, besuchte ich einen alten Abenteurer, der sich in deren uralte Gänge gewagt hatte, die, so die Geschichten, geradewegs in die Höllen führen.

„Wir hatten alle die Geschichten über die seltsamen Vorgänge in Tristram gehört, aber die Aussicht, etwas von dem Zaster abzukriegen, den sie, wie wir gehört hatten, Karrenweise rausschafften, war einfach zu verlockend.“ Für einen Moment hielt er nachdenklich inne und kratzte den Stumpf, dort, wo einmal sein linker Arm gewesen war. „Kommt es Euch nicht auch komisch vor, dass immer dort, wo Monster Ärger machen, der größte Schatz zu finden ist? Warum gibt es nicht mal an einem ruhigen Ort ordentlich was zu holen?“ Offensichtlich versuchte er, seine Anspannung durch einen Scherz abzumildern.

„Nachdem wir Tristram erreicht hatten, ließen wir uns etwas Zeit, bevor wir uns zur Kathedrale aufmachten. In der Stadt gab es ein nettes Wirtshaus, wenn ich mich recht entsinne. Die Sache ist die, dass von der alten Kirche etwas Böses ausging: Man konnte es regelrecht fühlen. Allerdings wollten meine Kumpels und ich uns nicht eingestehen, dass wir uns fürchteten, deshalb machten wir uns, nachdem uns alle Ausreden ausgegangen waren, um einen Bogen um die Kirche zu machen, auf den Weg ins Innere. Lasst mich Euch sagen, es hat nirgendwo so nach Tod gerochen wie dort. Kaum drinnen gingen auch schon die Untoten auf uns los“, hier unterbrach er sich, um zu sehen, ob ich darüber ungläubig lachen würde.

Kathedrale von Tristram

Als ich das nicht tat, fuhr er fort, „Ganz genau, Untote. Ich habe mich mehrmals mit Untoten herumgeschlagen, aber man gewöhnt sich nie dran. Du denkst, du bist drauf vorbereitet, aber es zieht trotzdem in der Magengegend, dieses schreckliche Gefühl. Deine Hände werden rutschig vom Schweiß und dein Schwert liegt nicht mehr richtig in der Hand… du fragst dich wirklich, ob du verrückt geworden bist, hier herunterzukommen und dich so etwas zu stellen. Und der Gestank ist unvorstellbar. Aber wir haben uns zusammengerissen – ich war schon auf der anderen Seite angekommen, dort, wo du anfängst, dich an das verstörende Gefühl zu gewöhnen und es dazu zu nutzen, dich voranzutreiben.“

An diesem Punkt verdunkelte sich seine Stimmung sichtbar. Ich lehnte mich ein wenig näher heran, damit mir ja keine Einzelheit entging.
„Dann ging plötzlich alles schief. Wir trafen auf diese dunklen … Dinge … Kobolde oder Dämonen … oder Gefallene, so werden sie, glaube ich, genannt. Es waren so viele; nur Hörner und rote Blitze, die uns von allen Seiten her angriffen. Ich glaube, auf so was kann man nie wirklich vorbereitet sein. Wir waren schnell komplett desorientiert, was nicht schwer war. Es war so dunkel.

Und dann hörten wir diese… diese grässliche Stimme, die ich nur als das Geräusch beschreiben kann, das eine Säge macht, die durch Knochen schneidet.
„Ich kann mich nicht einmal mehr daran erinnern, was er genau gesagt hat. Ich habe mich so sehr gefürchtet, ich glaube, ich konnte es gar nicht verstehen, aber er wiederholte es, wieder und wieder.“ Der Abenteurer schüttelte sich bei der Erinnerung.

„Er war so ein aufgeschwemmtes etwas … und … und Blut und Körper lagen da – wo auch immer ich mich hinwendete, erwartete mich neuer Schrecken. Und plötzlich griff er an. Wir konnten ihn nicht abschütteln. Jeremy fiel als Erster und dann bin ich davongelaufen. Ich gebe es zu: ich habe die Beine in die Hand genommen und meine Kameraden zum Sterben zurückgelassen. Ich konnte mich diesem Ding nicht gegenüberstellen, es war einfach zu furchtbar. Er traf mich nur mit einem flüchtigen Schlag, während ich davonrannte, aber selbst das war genug, um meinen Arm fast komplett abzutrennen. Es bedurfte einen Heiler, um die Sache zu beenden…“

An dieser Stelle verstummte er, versunken in welcher Art von Bedauern auch immer er bis zu diesem Tage erleiden musste.

Über den Autor: Abd Al-Hazir ist ein bekannter Edelmann, Historiker und Gelehrter. Er hat vor kurzem die beispiellose Aufgabe begonnen, über die einzigartigen Einheimischen und die Bewohner unserer Erde Informationen zu sammeln, zu recherchieren und zusammenzutragen.