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Diablo3 - Community-Forum Das Forum für alles rund um das mit Spannung erwartete Diablo 3.

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Alt 01. Februar 2012, 06:57   #76
Wraith
 
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Zitat:
Zitat von JohnGGTucker Beitrag anzeigen
Das ist natürlich etwas einseitig. Es gibt sicherlich eine ganze Menge an Gründen, die zur Entfernung der von dir genannten Modi geführt haben, einer davon ist sicherlich, dass damit ein höherer Sicherheitsgrad bzgl. Hacks und Dupes erreicht werden kann, wobei 100%ige Sicherheit unmöglich ist.
Der wesentlichere Grund war aber natürlich die Verhinderung von Raubkopien, um so mehr Geld zu verdienen. Das sich ein Unternehmen erdreistet, sein Produkt auch wirklich verkaufen zu wollen und nicht kostenlos zur Verfügung zu stellen, ist m.E. völlig legitim. Inwiefern mit diesem Schritt aber auch ehrliche Kunden bestraft werden, wurde in der Vergangenheit ausreichend diskutiert und ist nicht Thema dieses Threads. Blizzard hat mit seinem Onlinezwang zumindest ein modernes Geschäftsmodell in Zeiten, in denen Raubkopien für Singleplayerspiele erhebliche Umsatzeinbußen bedeuten. Mir ist es lieber, dass Blizzard sich weiterhin auch auf seine alten SP-Marken wie Starcraft und Diablo konzentriert, und dafür den Weg des Onlinezwangs geht, statt sich endgültig nur noch als MMO-Spieleschmiede zu begreifen.
Wir dürfen wohl alle davon ausgehen, dass das Verhindern von sog. Raubkopien nur sehr beschränkt als Grund für den Onlinezwang herhalten kann. Immerhin lieferte der Vorgänger sogar noch die Spawn-Version mit dazu - und offenbar hat diese Marktstrategie trotz aller Raubkopien genügt, um das Spiel 10 Jahre am Leben zu erhalten.
Zudem haben selbst die Hersteller längst begriffen, dass viele der sog. Raubkopierer das Spiel ohnehin nie kaufen würden. Sei es, weil sie es mangels finanzieller Mittel gar nicht könnten oder weil sie aus freien Stücken den Entschluss gefasst haben, das Spiel nicht zu kaufen. Dies wurde auch bereits so geurteilt, in Deutschland hängen die Gerichte da noch etwas hinterher, ein spanischer Richter hat vor kurzem jedoch den Schadenswert in einem Filesharingurteil über obige Argumentation deutlich runtergeschraubt.
Die "großen Umsatzeinbußen", die Du oben gebetsmühlenartig von den Lippen der Hersteller abgelesen referierst - sie existieren in dieser Größenordnung nicht und wurden auch in der Vergangenheit nie erwirtschaftet.
Damit mag ihr Geschäftsmodell zwar noch "modern" sein, aber es überwiegen schlicht die Nachteile und es bleibt zumindest was den Umsatz über verkaufte Programmversionen angeht unnötig.
Es geht viel mehr darum, dass Blizzard erkannt hat, dass ein guter Teil seiner Klientel bereit ist doch recht immense Summen für Items auszugeben. Es fällt leicht davon auszugehen, dass soetwas ursprünglich nicht für möglich gehalten wurde, schließlich klingt das nicht dem nach dem Verhalten vernünftiger Menschen.

Natürlich wollen sie Geld verdienen, sollen sie auch. Niemand erwartet vom Hersteller, dass er sein Produkt umsonst auf den Markt wirft, Deine Darstellung ist dahingehend völlig übertrieben (und schadet Deiner Argumentation).
Es ist jedoch dann Gängelei und nicht mehr akzeptabel, wenn der ehrliche Kunde gegenüber dem anderen benachteiligt wird. Dass dies mittlerweile auch bei Blizzard so ist, ist offenkundig.

Oder anders gefragt: Warum soll man für ein Spiel noch Geld ausgeben, um sich danach mit einem sog. "Original" rumzuärgern, während die sog. Raubkopie viel problemloser läuft? An diesem Punkt sind viele Konkurrenzhersteller schon lange und Blizzard nähert sich dem ebenfalls.

Wenn es Dir lieber ist, dass sie den Weg des Onlinezwangs gehen und versuchen darüber den Gebrauchtmarkt zu vernichten, als hochwertige Produkte zu entwickeln, für die jeder Kunde freiwillig bereit ist, sein Geld auszugeben, dann will ich Dir diese Ansicht nicht nehmen.
Mir wäre es anders lieber: kein DRM, keine Gängelei, klare und transparente AGB wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben, einen Offlinemodus, den selbst der Vorgänger schon beherrschte, einen LAN-Modus, den selbst der Vorgänger schon hatte und schon wäre ich wie auch bei D2 gerne bereit, den völlig überzogenen Preis von ca. 50€ zu zahlen.

Zitat:
Das Blizzard als professionell geführtes Unternehmen mit eigener Presse- bzw. Communityabteilung ihre Entscheidungen möglichst kundenfreundlich verklärt, sollte auf der Hand liegen. Das wir nicht jeden internen monetären Entscheidungsprozess als Kunde öffentlich präsentiert bekommen wundert mich jedenfalls nicht, vor allem deshalb, weil (auch in diesem Strang) viele Zocker mit marktfeindlichen antikapitalistischen Ressentiments sympathisieren...
Naja, so professionell geführt sind die nicht. Das ist ein besserer Mittelständler, immerhin nicht ganz so stümperhaft geführt wie EA, aber schon nah dran. Das Beispiel der AGB ist immer ein schönes, war das bei EA eher ein copy&paste aus dem Onlineübersetzer ihrer englischsprachigen AGB, so bekommt Blizzard immerhin eine deutsche Übersetzung hin, allerdings sollte da mal ein deutscher Vertragsgestalter drüberschaun.
Dass Du es hingegen schon als "verständlich" hinnimmst, von einem Hersteller "verklärt" (man könnte genauso gut sagen belogen) zu werden, lässt auf eine Geisteshaltung schließen, die ich nicht einzunehmen bereit bin.
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Alt 01. Februar 2012, 08:21   #77
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Deine Argumentation ist absurd, Sorc.
Maßnahmen wie der Online Zwang sind zwingend nötig, gerade wenn man für ein modernisiertes Urheberrecht plädiert.
Niemand will staatliche Überwachung. Niemand will verklagt oder abgemahnt werden, nur weil er eine Datei kopiert. Niemand hat Interesse daran die aufgeblähten Rechteverwalter mitzufinanzieren.
Für ein modernes Urheberrecht, das sowohl die Verbraucher als auch die Künstler schützt, braucht man aber auch faire Bedingungen und somit moderne Vertriebswege.
Blizzard ist mit dem Online Zwang ein Vorreiter und hat ein System geschaffen mit dem ihre Rechte geschützt werden ohne das externe Überwachung oder eine neue Gesetzgebung nötig wäre. Das ist die Zukunft, und sie gefällt mir wesentlich besser als ACTA oder SOPA.

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Things need not have happened to be true. Tales and dreams are the shadow-truths that will endure when mere facts are dust and ashes, and forgot.
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Alt 01. Februar 2012, 08:32   #78
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Ohne die 6 Seiten gelesen zu haben, will ich auch kurz noch meine Meinung schreiben.

Mich erschreckt's im ersten Moment ein wenig, da ich bisschen blauäugig gehofft habe, dass sie ein System entwickeln, welches Dupen so gut wie verunmöglicht^^ Aber ja, soll wohl nicht so sein.

Das nächste ist dann, wenn ich auf der ersten Seite lese, dass das positiv ist, besser in der Beta als in finalen Spiel, denke ich, dass es auch in D2 nicht nur eine dupemethode war, sondern immer wieder auf unterschiedlichen Wegen geduped werden konnte (wenn auch das Grundprinzip dasselbe ist). Wenn's also einmal gelingt und dupes koexistieren können, dann wird's sicherlich auch im finalen Spiel wieder so werden -.-

Blizzard wird aber bei D3 dann ähnlich energisch wie bei WoW vorgehen, also, aktiven Support, so dass die Spieler nicht zu sehr darunter leiden.

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Alt 01. Februar 2012, 09:09   #79
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Zitat:
Maßnahmen wie der Online Zwang sind zwingend nötig, gerade wenn man für ein modernisiertes Urheberrecht plädiert.
Für eine Modernisierung des Urheberrechts eher, die wirklich nötig ist, da die letzten 2 "Körbe" unter dem massiven Einsatz der Urheberrechtslobby entstanden sind.

Zitat:
Niemand will staatliche Überwachung. Niemand will verklagt oder abgemahnt werden, nur weil er eine Datei kopiert. Niemand hat Interesse daran die aufgeblähten Rechteverwalter mitzufinanzieren.
Für ein modernes Urheberrecht, das sowohl die Verbraucher als auch die Künstler schützt, braucht man aber auch faire Bedingungen und somit moderne Vertriebswege.
Blizzard ist mit dem Online Zwang ein Vorreiter und hat ein System geschaffen mit dem ihre Rechte geschützt werden ohne das externe Überwachung oder eine neue Gesetzgebung nötig wäre. Das ist die Zukunft, und sie gefällt mir wesentlich besser als ACTA oder SOPA.
Blizzard ist eher ein Nachzügler mit dem Onlinezwang, den haben andere Hersteller schon länger. Um auch andere Vertriebswege zu nutzen als den klassischen Verkauf an der Ladentheke ist ein Onlinezwang während der späteren Nutzung nicht nötig.
Aber immerhin eins ist richtig: Es werden IHRE Rechte geschützt. Unsere Möglichkeiten hingegen werden immer weiter beschnitten. Wenn das eine Zukunft ist, die Dir gefällt - oh je.
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Alt 01. Februar 2012, 09:39   #80
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Du erinnerst an ein Kind das "Ich will aber!" schreit.
Für seine Arbeit bezahlt zu werden ist ein legitimes anliegen. Mit dem Onlinezwang stellt Blizzard das auf einfache und effektive Weise sicher, ohne die negativen Folgen die ansonsten im Urheberrechtsschutz diskutiert werden. Zudem ist mir auch als Spieler daran gelegen dass eine gute Spieleschmiede soviel Geld wie möglich einnimmt um künftige Projekte zu finanzieren.
Dies alles für den Verzicht auf einen Offline Modus, den selbst die Spieler die ihn so vehement fordern weniger als 10% der Zeit nutzen würden. Ich betrachte das als eine art Sonderangebot.

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Alt 01. Februar 2012, 09:42   #81
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Wo Onlinezwang hinführen kann, sieht man doch bei Steam. Da schnüffelt das Programm deinen PC aus, um nach Raubkopien anderer Steamspiele zu suchen. Das mag zwar moralisch vertretbar sein, ist aber aus Sicht des Datenschutzes hochbedenklich und führt dazu, dass ich um Steam einen weiten Bogen mache (auch ohne irgendwelche Raubkopien zu besitzen).
1984 kommt zwar später, aber es kommt.
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Alt 01. Februar 2012, 10:53   #82
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Zu Steam gibts nicht viel zu sagen: http://www.gamesbrief.com/2010/05/fi...stry/#comments

Was sowas nutzt, schadet letztlich der Computerspielbranche.

Zitat:
Zitat von Garak Beitrag anzeigen
Du erinnerst an ein Kind das "Ich will aber!" schreit.
Deine herabwürdigende Wertung habe ich oben noch übersehen, bevor das jedoch zur Regel wird muss ich Dich ermahnen, Dich nicht noch weiter im Ton zu vergreifen, wenn Du weiter mit mir diskutieren möchtest.

Zitat:
Für seine Arbeit bezahlt zu werden ist ein legitimes anliegen. Mit dem Onlinezwang stellt Blizzard das auf einfache und effektive Weise sicher, ohne die negativen Folgen die ansonsten im Urheberrechtsschutz diskutiert werden. Zudem ist mir auch als Spieler daran gelegen dass eine gute Spieleschmiede soviel Geld wie möglich einnimmt um künftige Projekte zu finanzieren.
Dies alles für den Verzicht auf einen Offline Modus, den selbst die Spieler die ihn so vehement fordern weniger als 10% der Zeit nutzen würden. Ich betrachte das als eine art Sonderangebot.
Du wiederholst Dich, dabei wären neuere bzw. bessere Argumente nötig. Wie ich bereits oben ausführte, stelle ich nicht das Interesse des Herstellers in Zweifel, das ist völlig legitim. Allerdings können sie als Rechtfertigung für immer weitere Maßnahmen her halten, unter denen die Nutzer nachhaltig leiden.

Der Onlinezwang ist schon deswegen keine "einfache" Maßnahme, weil sie einen Onlinezugang erfordert, sprich etwas, das deutlich über den Inhalt des Spiels hinausgeht. Natürlich liegt es im Rahmen der gestalterischen Freiheit des Herstellers, keine Spiele mehr an User verkaufen zu wollen, die entweder über einen solchen nicht verfügen oder ihn nicht verwenden wollen. Naturgemäß wird man von der ersteren Gruppe hier nichts lesen. Dennoch darf man deren Anzahl nicht unterschätzen: 23% der bundesdeutschen Haushalte verfügen nicht über einen Internetanschluss.
Quelle: Link
Dass diese Methode letztlich "effektiv" ist, ist ebenfalls nicht zu erkennen. Auch das den gleichen Zugangsbeschränkungen unterworfene SC2 ist durch Hacks offline spielbar und es gab - wenn auch nur kurzzeitig - auch einen Bnet2.0-Emulator für das Spiel.
Ebenso fehl geht Deine Behauptung, dass diese Methode keine diskussionswürdigen Umstände aufwürfe, immerhin musste die Frage des unterbundenen Wiederverkaufs durch die Kontenanbindung im sog. Steam-Urteil höchstrichterlich geklärt werden. Diese Entscheidung ließ jedoch bestimmte Punkte offen und stößt in der Praxis auf berechtigte Kritik: BGH: Vertriebsplattform Steam als Voraussetzung für Computerspiel Half-Life 2 zulässig » Spiel, Steam, Account, Urteil, Software, Käufer »
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Geändert von Sorcphilosoph (01. Februar 2012 um 11:04 Uhr).
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Alt 01. Februar 2012, 11:05   #83
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Hmmm, also, der Onlinezwang, grundsätzlich, muss nicht etwas negatives sein. Und das mit all den anderen bedenkenswürdigen Entwicklungen in letzter Zeit gleichzusetzen, finde ich auch zu schnell geschlussfolgert.

Von Steam habe ich bisher auch nur viel negatives gehört, die Überprüfung ob andere Titel raubkopiert sein könnten, ist allerdings auch legitim, oder? Zu einem gewissen Punkt sind wir auch selber dafür mitverantwortlich, dass ACTA und SOPA zur Zeit dermassen vorangetrieben werden. Und je mehr wir stur auf unseren Rechten für Datenschutz beharren, desto mehr werden die auch dagegen ankämpfen, um das zu brechen.

Auch hier wäre wohl der Kompromiss die Lösung. Wir müssen auch bereit sein, in einem gewissen Masse uns "kontrollieren" zu lassen, dann haben wir auch bessere Chance einen Teil Privatssphäre zu behalten. Denn sonst endet der Kampf nie und zuletzt gewinnt der Mächtigere und das sind, trotz der Masse, leider nicht wir.

Und in diesem Zusammenhang auch noch etwas, was mir nicht ganz einleuchtet. Man schwärmt immer von der Anonymität im Internet. Weswegen? Wer nichts zu verstecken hat/sich korrekt verhält/zu dem stehen kann, was er macht, muss auch nichts verstecken. Naja, klingt sehr beschönigend ausgedrückt, stimmt. Aber die andere Seite ist, diese Anonymität hat leider zu diesem extremen Fehlverhalten geführt, was eben den Ärger auf Seiten der Anbieter auslöst.

So finde ich auch den Weg, den blizzard mit der realID einschlägt, nicht nur negativ. Gut möglich, dass wir uns in 5-10 Jahren nicht mehr anonym im Internet bewegen können. Aber damit verbunden auch gut möglich, dass der Konsum von den Produkten viel viel günstiger wird, legal und angenehmer. Wobei, das wohl auch wieder eher eine Wunschvorstellung ist -.- Zumindest bei der Musik hat sich diese Entwicklung schon mal gezeigt. Musik legal im Internet zu beziehen ist viel günstiger geworden. Man kann auch genauer selektieren und das hat sich auch positiv für den Anbieter ausgezahlt.

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Abiel ist offline  
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Alt 01. Februar 2012, 11:30   #84
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Zitat:
Zitat von Abiel Beitrag anzeigen
Hmmm, also, der Onlinezwang, grundsätzlich, muss nicht etwas negatives sein.
Nenne mir mal einen positiven Punkt, dem kein ihn überwiegender negativer Punkt gegenüber steht.

Zitat:
Von Steam habe ich bisher auch nur viel negatives gehört, die Überprüfung ob andere Titel raubkopiert sein könnten, ist allerdings auch legitim, oder?
Keinesfalls. Zum einen allein schon deswegen nicht, weil die Schüffelsoftware gar nicht wissen kann, wo auf meiner Festplatte ich die anderen Spiele habe. Die Durchsuchung wird also recht umfänglich sein müssen. Das ist ein massiver Eingriff in das sog. IT-Grundrecht, dem das Urheberrechtsinteresse eines Herstellers (unumstritten) nachsteht.

Zitat:
Zu einem gewissen Punkt sind wir auch selber dafür mitverantwortlich, dass ACTA und SOPA zur Zeit dermassen vorangetrieben werden. Und je mehr wir stur auf unseren Rechten für Datenschutz beharren, desto mehr werden die auch dagegen ankämpfen, um das zu brechen.
Das ist unumstritten richtig. Das Problem bei ACTA ist die Methode, mit der das betrieben wird, denn diese sind nicht demokratischer Natur.
Verhandlungen hinter verschlossenen Türen mit Lobbyverbänden unter Ausschluss z.B. des EU-Parlaments können und dürfen nicht in einer gesellschaftlichen Akzeptanz münden. Das vor nicht allzu langer Zeit beschlossene Fluggastdatenabkommen hat bereits höchst bedenkliche Entwicklungen in der Gesetzgebung aufgezeigt (beim lesen sollte man sitzen: Flugdaten-Abkommen im Eiltempo - fm4.ORF.at ), die im Rahmen der Verhandlungen um ACTA ähnlich fortgesetzt wurden.

s. auch mein Link in dem ACTA-Thread: Internet-Law » ACTA

Zitat:
Auch hier wäre wohl der Kompromiss die Lösung. Wir müssen auch bereit sein, in einem gewissen Masse uns "kontrollieren" zu lassen, dann haben wir auch bessere Chance einen Teil Privatssphäre zu behalten. Denn sonst endet der Kampf nie und zuletzt gewinnt der Mächtigere und das sind, trotz der Masse, leider nicht wir.
Das ist ein Irrtum, letztlich ist schon immer die Masse die stärkere Macht gewesen, andernfalls hätte keine Revolution zu einem Erfolg geführt. Im Falle der Softwarehersteller entscheidet schlicht die Kaufkraft und die Entscheidung jedes Einzelnen Spieldrang vs. Rechtebeschneidung.

Zitat:
Und in diesem Zusammenhang auch noch etwas, was mir nicht ganz einleuchtet. Man schwärmt immer von der Anonymität im Internet. Weswegen? Wer nichts zu verstecken hat/sich korrekt verhält/zu dem stehen kann, was er macht, muss auch nichts verstecken. Naja, klingt sehr beschönigend ausgedrückt, stimmt. Aber die andere Seite ist, diese Anonymität hat leider zu diesem extremen Fehlverhalten geführt, was eben den Ärger auf Seiten der Anbieter auslöst.
Anonymität lernt jeder in dem Moment zu schätzen, in dem er sie verliert - allerdings ist es dann bereits zu spät. Die Argumentation, dass wer nichts zu verstecken hat deswegen ja auch alles offenlegen könne, ist bereits in der Hinsicht auf Datenverkaufsfirmen wie die Telekom, Apple, Facebook usw. abzulehnen.
Nicht die Anonymität hat zu dem Anbieterverhalten geführt, sondern die Tatsache, dass sie Teile ihrer potenziellen Käufer nicht durch ihre Produkte überzeugen können, sie auch zu bezahlen. Und diese Teile werden durch die aktuell immer stärker gefahrene DRM-Politik immer größer. Man erinnere sich nur mal an SecuROM, das sich als Rootkit einband. Solche Imageschäden wirken käuferabschreckend und machen sich in geringeren Absatzzahlen bemerkbar. Da solche Dinge im Vorfeld naturgemäß nicht angekündigt werden, wer will es den potenziellen Käufern verdenken, dass sie nach einem solchen Fall den Herstellern gegenüber misstrauisch werden?
Glaub mal nicht, dass ich je wieder ein EA-Spiel gekauft hätte nach dem Desaster um Spore damals (nicht, dass ich überhaupt auf die Idee kommen würde, ein Titel aus der Schmiede zu kaufen). So dachten scheinbar auch viele andere Interessenten und EA schadete sich durch übertriebene DRM-Politik letztlich selbst: http://winfuture.de/news,42248.html

Noch deutlicher lassen sich Ursprung und Wirkung im Hinblick auf diese Problematik kaum darstellen, allerdings geben sich die meisten Hersteller in der Sache lernresistent.

Zitat:
So finde ich auch den Weg, den blizzard mit der realID einschlägt, nicht nur negativ. Gut möglich, dass wir uns in 5-10 Jahren nicht mehr anonym im Internet bewegen können. Aber damit verbunden auch gut möglich, dass der Konsum von den Produkten viel viel günstiger wird, legal und angenehmer. Wobei, das wohl auch wieder eher eine Wunschvorstellung ist -.- Zumindest bei der Musik hat sich diese Entwicklung schon mal gezeigt. Musik legal im Internet zu beziehen ist viel günstiger geworden. Man kann auch genauer selektieren und das hat sich auch positiv für den Anbieter ausgezahlt.
Wow. Beim ersten Satz zieht es mir fast die Schuhe aus.

In Bezug auf RealID gibts wirklich nichts zu beschönigen, frag mal Bashiok. Der kann sich bestimmt gut daran erinnern, warum das in den Foren sofort wieder beseitigt wurde. Es gibt auch keinen Grund, ein Bnet-Nutzerkonto einem Klarnamenzwang zu unterwerfen.

Dass der Rest Deiner gedanklichen Ansätze Wunschvorstellungen sind, hast Du ja selbst schon bemerkt. Musik per Internet günstiger beziehen ist auch eine solche. Du bekommst nur noch Daten, idR nichtmal in CD-Qualität. Keinen Datenträger, kein Booklet. Ich kaufe Musik z.B. nach wie vor ausschließlich auf CD, weil mir Onlineangebote im Vergleich dazu schlicht zu teuer sind. Und die CD per PC in MP3 zu konvertieren und dann auf den Player zu ziehen ist denke für jeden möglich.
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Geändert von Sorcphilosoph (01. Februar 2012 um 11:47 Uhr).
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Alt 01. Februar 2012, 12:01   #85
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Zitat:
Zitat von Abiel Beitrag anzeigen
die Überprüfung ob andere Titel raubkopiert sein könnten, ist allerdings auch legitim, oder?
Was soll daran legitim sein, ohne mein Einverständnis meinen PC, der privateste Dinge enthält, zu durchsuchen?!
Dreister gehts ja wohl nicht.
Kaum einer würde die Polizei einfach so zu sich ins Haus lassen, auch ohne Dreck am Stecken zu haben. Da gehts ums Prinzip, my home is my castle.
Aber dann soll ich irgendwelchen Internetpennern, die noch nicht mal von den Strafverfolgungsbehörden sind, sondern einer kommerziellen Firma angehören, erlauben, bei mir ein- und auszugehen, wie es ihnen passt? Natürlich ohne jeden Anfangsverdacht, es wird einfach pauschal jeder abgecheckt. Was soll daran legitim sein? Dafür haben sich unsere Vorväter im Kampf um Demokratie und Meinungsfreiheit abschlachten lassen? Damit alles so endet? Das kann ja wohl nur ein schlechter Scherz deinerseit sein.


Zitat:
Zitat von Abiel Beitrag anzeigen
Wir müssen auch bereit sein, in einem gewissen Masse uns "kontrollieren" zu lassen, dann haben wir auch bessere Chance einen Teil Privatssphäre zu behalten.
Mensch Abiel, was sind das denn für furchtbare Aussagen. Zero Tolerance gegenüber Beschneidung von Freiheiten!
Sei doch nicht so naiv und glaube, mit "ein bisschen" Kontrolle werde man sich zufriedengeben. Wenn der Damm einmal gebrochen ist, gibts kaum mehr ein zurück, im Namen der inneren Sicherheit, des Copyrights und was sich sonst noch aus dem Hintern gezogen wird, werden immer Restriktionen kommen.

Geändert von RPG Dude (01. Februar 2012 um 12:04 Uhr).
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Alt 01. Februar 2012, 12:12   #86
Giant Spider
 
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Zitat:
Zitat von Abiel Beitrag anzeigen
Hmmm, also, der Onlinezwang, grundsätzlich, ... Gut möglich, dass wir uns in 5-10 Jahren nicht mehr anonym im Internet bewegen können. Aber damit verbunden auch gut möglich, dass der Konsum von den Produkten viel viel günstiger wird, legal und angenehmer. Wobei, das wohl auch wieder eher eine Wunschvorstellung ist -.- ...
Jup, genau das ist das Ziel: der gläserne Konsument, dem man anhand seines Surfverhaltens
gezielt den Bildschirm mit Werbung vollballert

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Follows silent as a shadow and as clever as a man.
Grey is the colour o´ my true love´s hair ...

Geändert von Macintom (01. Februar 2012 um 12:22 Uhr).
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Alt 01. Februar 2012, 12:38   #87
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Du solltest deine Links vielleicht zu ende lesen. 74% der Haushalte ohne Internet sehen schlichtweg keinen Bedarf. Denkst du ernsthaft diese Menschen liegen in der Zielgruppe für Diablo 3?
Die Verfügbarkeit von DSL liegt bei über 95%.

Selbstverständlich ist diese Methode effektiv. Die Möglichkeit Diablo 3 raubzukopieren wird dadurch extrem eingeschränkt. Starcraft 2 hatte schon immer einen Offline Modus, auch ohne Hack.

Inwiefern das Steam Urteil deine Argumentation untermauern soll entzieht sich mir, schließlich stimmte der BGH eindeutig für die Zulässigkeit der Spiel-Account Verknüpfung.

Ich brauche weder bessere noch neue Argumente. Ich nannte dir eine Reihe von sehr guten Gründen, die meiner Meinung nach das fehlen des Offline Modus mehr als aufwiegen. Wenn du das nicht so siehst liegen deine Prioritäten offenbar konträr zu meinen und es dürfte wohl alles gesagt sein.

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Alt 01. Februar 2012, 13:35   #88
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Danke für die ausführlicheren Reaktionen^^ Habe bewusst eine kompromissbereitere Stellung eingenommen, um zu schauen, welche Reaktionen dann dabei rauskommen. So kommen die stärkeren Argumente viel besser zum Vorschein und der Gefahr, einem sich selbst immer mehr mit Standardargumenten bestärkendem Rudel wird vorgebeugt

Zitat:
Zitat von Sorcphilosoph Beitrag anzeigen
Nenne mir mal einen positiven Punkt, dem kein ihn überwiegender negativer Punkt gegenüber steht.
Habe geschrieben, der onlinezwang an sich (unabhängig von sonstigen Umständen) muss nicht grundsätzlich schlecht sein. Cheat/Hackproblematik vorgebeugt ist ein guter Vorsatz. Hier wird teilweise eben zu stark pauschalisiert und verteufelt.


Zitat:
Keinesfalls. Zum einen allein schon deswegen nicht, weil die Schüffelsoftware gar nicht wissen kann, wo auf meiner Festplatte ich die anderen Spiele habe. Die Durchsuchung wird also recht umfänglich sein müssen. Das ist ein massiver Eingriff in das sog. IT-Grundrecht, dem das Urheberrechtsinteresse eines Herstellers (unumstritten) nachsteht.
Schon klar, nur eben das Problem ist, dass es genug Fälle gibt, wo der Datenklau stattgefunden hat und die mächtigen Firmen werden solange kämpfen, bis sie die Kontrolle haben. Respektive, Steam hat sich ja schon "durchgesetzt". Bis auf ein paar wenige, die prinzipiell diese Produkte nicht kaufen, macht's den meisten inzwischen nichts mehr aus, oder? Was ich damit gar nicht gutheissen will, lediglich Beobachtung.

Zitat:
Das ist unumstritten richtig. Das Problem bei ACTA ist die Methode, mit der das betrieben wird, denn diese sind nicht demokratischer Natur.
Verhandlungen hinter verschlossenen Türen mit Lobbyverbänden unter Ausschluss z.B. des EU-Parlaments können und dürfen nicht in einer gesellschaftlichen Akzeptanz münden. Das vor nicht allzu langer Zeit beschlossene Fluggastdatenabkommen hat bereits höchst bedenkliche Entwicklungen in der Gesetzgebung aufgezeigt (beim lesen sollte man sitzen: Flugdaten-Abkommen im Eiltempo - fm4.ORF.at ), die im Rahmen der Verhandlungen um ACTA ähnlich fortgesetzt wurden.
Ganz deiner Meinung. Jedoch, was wird sonst noch so alles hinter verschlossenen Türen im geheimen beredet und entschieden? Ich komme wieder darauf zurück, wir könnten auch unser eigenes Verhalten überdenken und so die Wechselwirkungen mehr berücksichtigen.

Zitat:
s. auch mein Link in dem ACTA-Thread: Internet-Law » ACTA



Das ist ein Irrtum, letztlich ist schon immer die Masse die stärkere Macht gewesen, andernfalls hätte keine Revolution zu einem Erfolg geführt. Im Falle der Softwarehersteller entscheidet schlicht die Kaufkraft und die Entscheidung jedes Einzelnen Spieldrang vs. Rechtebeschneidung.
Hmmm... Vor 200 Jahren vielleicht noch, als das Volk wenigstens noch wusste, dass es ihm schlecht ging. In der heutigen Zeit... Momentan bin ich mehr darüber gefrustet, wie wenig der Normalbürger sich über die Kontrollmechanismen, Propaganda usw. bewusst ist. Bevor da nicht wieder ein wenig selbstständiges Denken sich entwickeln kann, ist leider auch jegliche Situationsverändernde Revolution in weiter Ferne.

Zitat:
Anonymität lernt jeder in dem Moment zu schätzen, in dem er sie verliert - allerdings ist es dann bereits zu spät. Die Argumentation, dass wer nichts zu verstecken hat deswegen ja auch alles offenlegen könne, ist bereits in der Hinsicht auf Datenverkaufsfirmen wie die Telekom, Apple, Facebook usw. abzulehnen.
Nicht die Anonymität hat zu dem Anbieterverhalten geführt, sondern die Tatsache, dass sie Teile ihrer potenziellen Käufer nicht durch ihre Produkte überzeugen können, sie auch zu bezahlen. Und diese Teile werden durch die aktuell immer stärker gefahrene DRM-Politik immer größer. Man erinnere sich nur mal an SecuROM, das sich als Rootkit einband. Solche Imageschäden wirken käuferabschreckend und machen sich in geringeren Absatzzahlen bemerkbar. Da solche Dinge im Vorfeld naturgemäß nicht angekündigt werden, wer will es den potenziellen Käufern verdenken, dass sie nach einem solchen Fall den Herstellern gegenüber misstrauisch werden?
Glaub mal nicht, dass ich je wieder ein EA-Spiel gekauft hätte nach dem Desaster um Spore damals (nicht, dass ich überhaupt auf die Idee kommen würde, ein Titel aus der Schmiede zu kaufen). So dachten scheinbar auch viele andere Interessenten und EA schadete sich durch übertriebene DRM-Politik letztlich selbst: Spore: EAs Kopierschutz f
Naja, dein Link bestätigt allerdings eher die Ansicht, welche ich hier beschrieben habe. Und zwar, dass der Konsument sich ebenfalls falsch verhalten kann. Dass EA nach dieser Erfahrung noch verbitterter gegen Raubkopierer vorgeht ist ja wohl mehr als logisch. Schlussendlich bestimmt der Hersteller die Bedingungen und wem die nicht passen, der soll das Produkt nicht kaufen.

Zitat:
Noch deutlicher lassen sich Ursprung und Wirkung im Hinblick auf diese Problematik kaum darstellen, allerdings geben sich die meisten Hersteller in der Sache lernresistent.
Naja, sie lernen eben doch und zwar sind die nächsten Schritte eben ACTA und SOPA. Und wenn die scheitern, wer weiss, was sonst noch kommt...

Zitat:
Wow. Beim ersten Satz zieht es mir fast die Schuhe aus.

In Bezug auf RealID gibts wirklich nichts zu beschönigen, frag mal Bashiok. Der kann sich bestimmt gut daran erinnern, warum das in den Foren sofort wieder beseitigt wurde. Es gibt auch keinen Grund, ein Bnet-Nutzerkonto einem Klarnamenzwang zu unterwerfen.
Jaja, die Geschichte habe ich auch mitbekommen. Der Zwang dazu fand ich auch ganz schlecht. Aber das Prinzip von RealID... ich vermutlich werd's machen Bin froh, wenn ich noch selber darüber entscheiden kann, aber grundsätzlich glaube ich, diese Entwicklung, die mehr Verantwortung von den Internetbenutzern voraussetzt, kann nicht nur schädlich sein. Ausserdem sind meine Erfahrungen mit Leuten, die sich mir mit Klarnamen zeigen, meist deutlich besser, als jene, die anonym bleiben.

Zitat:
Dass der Rest Deiner gedanklichen Ansätze Wunschvorstellungen sind, hast Du ja selbst schon bemerkt. Musik per Internet günstiger beziehen ist auch eine solche. Du bekommst nur noch Daten, idR nichtmal in CD-Qualität. Keinen Datenträger, kein Booklet. Ich kaufe Musik z.B. nach wie vor ausschließlich auf CD, weil mir Onlineangebote im Vergleich dazu schlicht zu teuer sind. Und die CD per PC in MP3 zu konvertieren und dann auf den Player zu ziehen ist denke für jeden möglich.
Ja, die Entwicklung ist noch nicht optimal verlaufen. Aber eben, es ist zumindest eine Entwicklung. Die ganze P2P Thematik hat ja, wenn ich mich recht erinnere, mit der Musikbranche angefangen. Heute, mehrere Jahre danach, haben wir zumindest die Möglichkeit, Musik schnell beziehen zu können. Booklet fällt weg, Qualität geringer? Maybe. Aber den meisten macht das nicht aus. Deswegen boomen ja diese Märkte dermassen. Es ist eine Entwicklung, wo der Anbieter eben nicht mehr einfach nur primitiv dagegen vorgegangen ist, sondern den Konsens gesucht hat. Was ich selber aber ebenfalls bedauere ist, nebst der geringeren Qualität, dass sich das E-Booklet nicht durchgesetzt hat. Aber dafür gibt's heute überall sau gut gemachte Webpages usw. Auch hier wird die Entwicklung noch weitergehen.


Zitat:
Zitat von RPG Dude Beitrag anzeigen
Was soll daran legitim sein, ohne mein Einverständnis meinen PC, der privateste Dinge enthält, zu durchsuchen?!
Dreister gehts ja wohl nicht.
Muss man das noch erklären? Und mir musst du ja die Dreistigkeit nicht vorwerfen, ich bin's nicht der deinen PC durchsucht Aber die Millionen an Gewinneinbussen dürften ja wohl genug erläuternd sein, weswegen die Firmen versuchen auf jede erdenkliche Methode dem entgegen zu wirken. Und selbst wenn du nie etwas raubkopiert hast, dich trifft es halt auch. Und ja, du kannst noch solange auf deinen Rechten beharren und darüber meckern. Die Firmen werden solange auch versuchen das Recht zu biegen, um ihre Gewinne sichern zu können.

Zitat:
Kaum einer würde die Polizei einfach so zu sich ins Haus lassen, auch ohne Dreck am Stecken zu haben. Da gehts ums Prinzip, my home is my castle.
Aber dann soll ich irgendwelchen Internetpennern, die noch nicht mal von den Strafverfolgungsbehörden sind, sondern einer kommerziellen Firma angehören, erlauben, bei mir ein- und auszugehen, wie es ihnen passt? Natürlich ohne jeden Anfangsverdacht, es wird einfach pauschal jeder abgecheckt. Was soll daran legitim sein? Dafür haben sich unsere Vorväter im Kampf um Demokratie und Meinungsfreiheit abschlachten lassen? Damit alles so endet? Das kann ja wohl nur ein schlechter Scherz deinerseit sein.
Ich versuche lediglich auch andere Perspektiven aufzuzeigen. Wenn wir uns hier als wütender Mob zu sehr in etwas hineinsteigern, führt das auch nur zu noch verhärterteren Fronten. Und wenn du schon mit Dingen wie Demokratie und Meinungsfreiheit kommst... Da würde ich mir wegen den Daten auf meinem PC wirklich die geringsten Sorgen machen... -.-


Zitat:
Mensch Abiel, was sind das denn für furchtbare Aussagen. Zero Tolerance gegenüber Beschneidung von Freiheiten!
Sei doch nicht so naiv und glaube, mit "ein bisschen" Kontrolle werde man sich zufriedengeben. Wenn der Damm einmal gebrochen ist, gibts kaum mehr ein zurück, im Namen der inneren Sicherheit, des Copyrights und was sich sonst noch aus dem Hintern gezogen wird, werden immer Restriktionen kommen.
Naja, die Bestrebungen die Kontrolle dermassen zu erhalten, kamen auch erst nachdem wir masslos deren Inhalte missbraucht haben. Vorher war's ihnen nur ein kleiner Dorn im Auge. Das Ausmass der Raubkopien ist aber schon immens. Ich selber will mich da auch gar nicht rausnehmen. Es braucht neue Angebote, Kompromisse, zu denen beide Parteien bereit sind. Totale Kontrolle ist nicht die Lösung, aber dass das Internet weiterhin so genutzt wird ebenso nicht. Und ich sehe uns einfach auf einen riesigen Konflikt zu steuern. Kompromissbereitschaft bräuchte es von beiden Seiten. Und anstelle, dass ich die ganze Zeit sturr darauf beharre, welche Rechte ich hätte, überlege ich mir lieber, inwieweit ich den Rechteinhabern entgegen kommen könnte.

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Geändert von Abiel (01. Februar 2012 um 15:33 Uhr).
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Alt 01. Februar 2012, 13:38   #89
Wraith
 
Benutzerbild von Sorcphilosoph
 
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Was Du in Zitaten kommentierst, kann ich wiederum nicht mehr zitierend beantworten. Wenn Du weiter mit mir im Dialog bleiben möchtest, ändere das bitte noch ab.

Zitat:
Zitat von Garak Beitrag anzeigen
Du solltest deine Links vielleicht zu ende lesen. 74% der Haushalte ohne Internet sehen schlichtweg keinen Bedarf. Denkst du ernsthaft diese Menschen liegen in der Zielgruppe für Diablo 3?
Mein Dad z.B. gehört zu der Gruppe. Spielte leidenschaftlich D2 und SC, wird sich aber sicherlich nicht wegen eines Computerspiels einen Internetzugang zulegen, mangels Bedarfs, s.o. Wodurch sollte auch ausgeschlossen werden, dass die Leute, die D2 bisher offline gespielt haben, zu großen Teilen vielleicht gar keinen Internetanschluss haben.

Du solltest Dich in die zur Verfügung gestellten Infos evtl. etwas mehr eindenken, bevor Du leichtfertig wieder und wieder mit unberechtigter persönlicher Kritik um Dich wirfst.

Zitat:
Selbstverständlich ist diese Methode effektiv. Die Möglichkeit Diablo 3 raubzukopieren wird dadurch extrem eingeschränkt. Starcraft 2 hatte schon immer einen Offline Modus, auch ohne Hack.
In wie fern ein Onlinezwang, der eine Kopie von D3 nichtmal im Ansatz erschwert, effektiv sein soll eine Kopie zu verhindern, mag sich nicht erschließen. Der Begriff "Raubkopie" ist ohnehin verfehlt.
Was Du sicher meinst, ist ein Erschwernis, D3 zu betreiben. Ich bin sicher, dass es auch bei D3 nach kurzer Zeit einen Hack geben wird, um das Spiel offline zu spielen.

SC2 muss für einen ersten Start eine Onlineverbindung haben. Ich kann es ohne Internetverbindung installieren und auch später starten, jedoch ist das Spiel ohne Internetverbindung, auch wenn einmalig, nicht betreibbar. Darauf wollte ich hinaus. Der Käufer ist somit auf einen Internetzugang angewiesen.

Zitat:
Inwiefern das Steam Urteil deine Argumentation untermauern soll entzieht sich mir, schließlich stimmte der BGH eindeutig für die Zulässigkeit der Spiel-Account Verknüpfung.
Es geht nicht um die Zulässigkeit der (Erst-)Verknüpfung, sondern um die Umgehung des Erschöpfungsgrundsatzes des Urheberrechts, da der Weiterverkauf des Datenträgers faktisch sinnlos wird, weil der Zweiterwerber das Spiel lediglich noch installieren (und nur noch in dieser Form nutzen), aber nicht auch an einen Account anbinden kann (um es letztlich zu spielen).
Dem Erstkäufer wird damit auch jedweder Wiederverkaufswert genommen, der sich in der Preisgestaltung beim Kauf nicht bemerkbar macht, was sicherlich kein rechtlicher, dafür aber ein leicht nachvollziehbarer praktischer Einwand ist.

Zudem bleibt offen, wie Du darauf kommst, dass die Offlinemodi (SP und LAN-Modus) nur 10% genutzt würden. SC1 hab ich nahezu ausschließlich im LAN-Modus gespielt und quasi nie online. Bei D2 stört mich persönlich der Wegfall dieses Modus zugegeben nicht, allerdings kenne ich auch andere, die es umso mehr stört und deren Interessen ja ebenfalls zu vertreten sind.

Wenn der Wegfall eines Wiederverkaufswertes, zweier Spielmodi, das Hinzutreten von Klarnamenzwang bei der Bnet-Accerstellung usw. für Dich "mehr als aufwiegen", dass Du für einen kurzen, im Verhältnis zur Laufzeit des Spiels wohl kaum nennenswerten Zeitraum, ein Dupefreies Spiel bekommst, sind Deine Wertmaßstäbe allerdings sicher etwas sehr Besonderes.

Geändert von Sorcphilosoph (01. Februar 2012 um 13:44 Uhr).
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Alt 01. Februar 2012, 14:30   #90
 
Benutzerbild von LordSnake
 
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Beiträge: 693
B-Net Acc: Samurro
Wer heutzutage wirklich ein Problem damit hat, dass man zum installieren eines neuen Spiels Internet braucht, sollte vieleicht mal aus einem Winterschlaf erwachen.

Internet gehört für mich mittlerweile viel mehr zum leben als z.B. der Fernseher, welcher immer überflüssiger wird aufgrund des grauenvollen Fernsehprogramms.

Mal davon abgesehen bietet eine Internetverbindung soviel positives für Spieler. Solch ausgeklügelte System wie das Battle.net 2.0 mit all den schicken Statistiken die über jeden Spieler geführt werden etc sind doch gerade die Zukunft von einer Industrie die seid Jahren mehr oder weniger stagniert. Genauso sind regelmäßige Updates doch mittlerweile undenkbar ohne Internetanbindung und auch viel komfortabler. Wer allein daheim in seinem dunklen Keller zocken will ohne etwas von der Außenwelt etwas mitzubekommen soll halt bei Diablo 1 bleiben!

Natürlich heißt das nicht das ich solche Dreistigkeiten wie Origin für gut heiße, auch wenn ich es nutze, da ich Battlefield 3 wichtiger finde als die Informationen die ich durch Origin preis gebe.

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Zitat von DerBK
"Mein Weltbild ist zerbrochen, ich werd wohl das Internet demnächst deinstallieren."



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