Im Februar des Jahres 1997 erschien ein lang erwartetes und für seine Zeit
technisch spektakuläres Spiel namens Diablo.
Klar, Neuerscheinungen stehen ja immer für einige Zeit im Rampenlicht,
doch niemand, nicht einmal die Designer bei Blizzard selbst, hätten jemals gedacht,
dass dieses Spiel, welches als Action-Rollenspiel bezeichnet wurde,
einen dermaßen großen Erfolg haben würde!
Hauptverantwortlich dafür war wohl neben dem coolen Gameplay
hauptsächlich der absolut geniale Multiplayer-Modus,
der über Blizzards kostenlose Battle.Net-Server abläuft
und Spiele für bis zu vier Teilnehmer, sowie Chats mit mehr als 25 Leuten erlaubte.
Durch diese Möglichkeit des interaktiven Spielens mit anderen Diablo-Spielern
rund um den Globus nahm das Spiel seinen Siegeszug auf,
es entstand eine riesige Diablo-Fangemeinde und es
wurden unzählige Gilden gegründet...
Kein Wunder also, dass es selbst bis kurz vor dem Erscheinungstermin des 2. Teiles
immer noch tausende Spieler gibt/gab, die sich ins Battle.Net einloggen,
um ein paar gute Games zu spielen oder sich einfach nur in den Channels
des Battle.Nets zur allabendlichen Chatrunde in der Community zu treffen.
Diablo2.de beschäftigt sich zwar ausschliesslich mit dem 2. Teil des Spieles,
allerdings möchte ich als Einstieg einen Überblick zum ersten Teil nicht vermissen lassen,
sei es als Hintergrundinformation für Neueinsteiger oder
einfach nur, um in Erinnerungen zu schwelgen ;)
In Diablo (Teil 1) schlüpft der Spieler in einen der 3 zur Verfügung stehenden Charaktere
und startet in dem kleinen Dorf Tristram, nahe der Kathedrale, in deren Untergrund sich
grauenhafte Ereignisse abspielen.
Macht man sich als Krieger (Warrior) auf den Weg, kann/muss man sich auf
seine physischen Kräfte verlassen. Der Krieger zieht am besten mit schwerer
Panzerrüstung und gestählter Klinge in den Kampf.
Mit einer derartigen Ausrüstung und entsprechender Erfahrung ist der Krieger im
Nahkampf ein unglaublich versierter Kämpfer.
Zwar war es dem Krieger auch
möglich magische Gegenstände zu tragen, allerdings halten sich seine Fähigkeiten,
selbst mit der Magie umzugehen in Grenzen. So kann er Zaubersprüche bis zu einem
gewissen Grad durchaus erlernen, allerdings gelingt es ihm nicht, diese mit der
Leichtigkeit und Schnelligkeit eines geschulten Zauberers auszusprechen.
Der Charakter der Jägerin (Rogue) entstammt der Zunft der
Sisters of the Slightless Eye und besitzt vortreffliche Fähigkeiten
im Umgang mit Pfeil und Bogen, wovon man sich auch oft im Multiplayer mit
anderen Charakteren leidvoll überzeugen kann ;).
Die Jägerin ist auch in der Lage als Nahkämpferin zu agieren, zudem besitzt
sie weitaus bessere magische Fähigkeiten als der Krieger. In beide Richtungen kann man sich in Diablo 1
spezialisieren.
Die Jägerin ist übrigens der einzige Charakter, der auch in Diablo 2 eine
Rolle spielt, allerdings, wie auch die anderen beiden Diablo 1 Charaktere, nicht als Spielercharakter.
Entscheidet man sich für den Zauberer (Sorcerer) als seinen bevorzugten Charakter, so wählt man Magie statt physischer Kraft.
Zwar kann sich der Zauberer nicht mit hoher Lebensenergie oder besonderer Stärke auszeichnen, gleicht diesen Nachteil aber hervorragend
durch seine magischen Fähigkeiten aus, wie z.B. dem Verwenden des so genannten "Mana-Shields" um Treffer mittels der Zauberenergie zu absorbieren.
Ein gut ausgebildeter Zauberer höheren Levels wurde von vielen Spielern als der stärkste Charakter angesehen, der ganze Gebiete mit seinen
mannigfaltigen Offensiv-Sprüchen in kürzester Zeit leerfegen kann.
Die Hauptmotivation des Multiplayer-Spiels besteht nun in der Weiterentwicklung
und Verbesserung des eigenen Charakters durch Erreichen der nächst höheren Stufe
oder durch das Finden und Tragen von wertvollen magischen Gegenständen.
Welcher Diablo-Spieler erinnert sich nicht gern an seinen ersten Ring of the Zodiac
oder an ein tolles Unique Item, was man aus den Tiefen der Hölle ans Tageslicht gebracht hatte.
Genauso in Erinnerung dürften einem die dreisten Angebote eines gewissen Wirt geblieben sein,
der für so manche Schenkelklopfer sorgte:
So kämpft jeder Spieler um seine persönliche Wunschbestückung, für einen Magier könnte die z.B. wie folgt aussehen:
Wobei gerade magische Gegenstände wie ein Obsidian Ring of the Zodiac extrem selten und demzufolge auch
entsprechend begehrt sind. So kommt es natürlich auch zu diversen Cheatversuchen, von denen die harmlosesten noch das
Zuschanzen von nicht selbstgefunden Items sind, wie z.B. einer Godly Plate of the Whale, die es im Spiel ja offiziell gar nicht zu finden gibt.
Gerade dieser Cheaterei, die den so genannt legitimen Spielern den Spass verdirbt, will Blizzard in Diablo2 Einhalt gebieten...
Die richtige Ausrüstung spielt auch im Duell-Modus (player-hostile) eine nicht unbedeutende Rolle.
Viele Duellanten haben sich mit der Zeit ihr Spezial-Setup für jedes Matchup zurechtgelegt.
Auf jeden Fall ist der Duell-Modus eine Bereicherung für das Spiel, welcher in Diablo2 ebenfalls weiter ausgebaut wurde.
Gut genug ausgerüstet und mit einem Charakter entsprechender Reife, kann man sich sodann auch in die "Königsdisziplin",
das Hell/Hell Spiel, wagen ... an dessen Ende immer ein Ziel steht, das gleiche Ziel, was es nun erneut in Diablo2 zu erreichen gilt ...
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