Benimm dich Paladin! – Von Malah

Reinen Herzens sollte er sein, der Paladin. Von einem heiligen Krieger ist die Rede, der der Religion des Lichts und den Lehren von Zakarum folgt. Ein Held, den die Menschen bewundern und Respekt entgegenbringen. Für die Damen ein Gentleman, der sie aus den Klauen von Dämonen befreit, Untote von ihnen fernhält und der auch einmal eine Tür für sie aufhält. Sollte sich dies etwa ändern? Nach meinen Beobachtungen könnte das durchaus sein und die Menschen wären zu Recht schockiert über ein derartig obszönes Verhalten.
Wie kamen Sie dazu, Herr Paladin, sich hinter eine Zauberin zu stellen und sie mit einem sexuell anstößigen anzaubern des Heiligen Schildes dermaßen zu schockieren, dass sie vor Schreck die Zitterrüstung aktivierte? Das war ihnen aber nicht genug. Mit weiterem Anzaubern auf höchster Zauberratebrachten sie die Frau dazu, dass sie weinend in das nächstbeste Portal flüchtete, welches von einem freundlichen Bot mit „TP not safe“ tituliert wurde. Anschließend teleportierte sie sich in eine Horde schwarzer Seelen, um dem Suizid zu frönen und als Leiche vor meinem Haus herumzulungern.
Sagen sie einmal, Herr Paladin, überlegen sie auch manchmal, bevor sie handeln? Ich weiß, das stupide herumwerfen von Hämmern kann auf Dauer auf die Psyche schlagen, aber das darf bei Tyrael keine Ausrede für ein solches Verhalten sein. Stellen sie sich vor, die Zauberin wäre ein Hardcore–Charakter gewesen. Der Schaden könnte noch viel größer sein. Schämen Sie sich!
Zum Glück sind die Helden in Diablo 3 mit beiden Geschlechtern vertreten. Sollten sie Ihr Benehmen bis zum Release der Erweiterung nicht verbessern, dann bin ich mir sicher, dass Ihnen die Paladinin (Paladesse, Paladina, Paladeuse, …?) gehörig den hintern versohlen wird. Also besinnen sie sich besser auf die Werte, mit denen sie den Respekt und die Zuneigung der Menschen gewonnen haben. Die Sexuellebelästigungs–Aura gehört nicht dazu!
Wir brauchen einen Paladin, der den Menschen im Kampf gegen das Böse Hoffnung gibt. Einen Helden, auf den sie aufsehen können. Jemanden, der das heilige Schild gegen Feinde verwendet, und nicht für frivole Posen.