Wann erscheint es denn jetzt, dieses Diablo 3?

Diablo 3 ist aktuell das vielleicht meisterwartete PC-Spiel überhaupt. Legionen von Fans warten darauf, Geld ausgeben zu dürfen, um wieder dieses typische Diablo-Feeling zu erleben. Und was macht Blizzard? Das Releasedatum, so etwas wie der heilige Gral der Spielewelt, wird nicht nur nicht angekündigt, es wird auch noch angekündigt, dass nichts angekündigt wird. Und dass man sich melden werde, wenn es etwas Wichtiges anzukündigen gäbe. Bis dahin aber gibt es schonmal die Ankündigung einer Ankündigung … für die Beta. Und Bücher. Und Comics.

Was für PR-Vollprofis, fragt man sich da, kümmern sich bei Blizzard um die Veröffentlichungspolitik?

Bashiok und Jay Wilson legen das Releasedatum fest.

Zunächst vermutete man dahinter System. Die fiesen Entwickler, dachten manche, halten aus purer Bosheit ein schon fertiges Spiel zurück. Bei Blizzard aber ist noch gar nichts fertig. Hinter verschlossenen Türen, so heisst es, arbeitet man noch eifrig an allen möglichen Problemen. So eifrig, dass sich manche Fans zu fragen beginnen, was genau dort noch so dringend verändert werden muss.

„¡Hola muchachos! ¿Cómo les gusta el Diablo Mexicano?“

Währenddessen versuchen sich alle Fanseiten und Blogs gegenseitig im Interpretieren von Belanglosigkeiten zu überbieten. Mithilfe einer kruden Mischung aus literarischer Analyse, Astrologie, Wunschdenken und angeblichen Insiderquellen werden aus Twittermeldungen, Bashioks Bart, der Jugendfreigabe in Korea oder missverstandenen Blueposts auf Italienisch Releasedaten abgeleitet. Heerscharen von Bloggern warten darauf, von Bashioks Busen die Milch der Diablo-Weisheit nuckeln zu können.


Titelverteidiger als „Sexiest community manager“.

Und die Fans? Haben mittlerweile den Hype gründlich satt und fragen sich vielmehr, ob die eigenen Enkelkinder die Veröffentlichung noch miterleben werden oder nicht. Diablo 3 ist somit auf gutem Wege, Duke Nukem Forever als Running Gag der Spieleszene abzulösen. Schließlich hatte Blizzard schon direkt nach Diablo 2 damit begonnen, den Nachfolger zu entwickeln – und verwarf die Entwicklung mehrmals, bis man 2008 das Spiel offiziell ankündigte. Vor dem Hintergrund dieser zehnjährigen Entwicklungszeit erscheint die Verschiebung um ein weiteres Jahr plötzlich irrelevant. Also hilft nur eins: Warten. Um sich die dazu nötige Zen-haftige Geduld zuzulegen, üben wir bei inDiablo.de uns seit einiger Zeit in fernöstlicher Meditation. Ommm.

„Mal sehen, was zuerst kommt – Erleuchtung oder Diablo 3“

Deimos