Was wäre wenn…

Was wäre, wenn der dunkle Wanderer nun nicht ausgerechnet diesen Weg eingeschlagen hätte, sondern einen anderen Pfad verfolgt hätte?
Was wäre, wenn die drei finsteren Brüder nicht so gerne mit Seelensteinen gespielt hätten, sondern mit Matchbox Autos?
Was wäre, wenn kein unerschrockener Barbar, Paladin, Druide oder keine heldenhafte Magierin, keine Assassine und kein Totenbeschwörer sich aufgemacht hätten, die drei großen Übel von der Welt zu befreien … oder anders rum?

Was wäre, wenn eine Gemeinschaft aus neun Gefährten aufgebrochen wäre, um am Ende eines langen und mühsamen Weges in den Feuern des Schicksalsberges die Seelensteine von Mephisto, Diablo und Baal zu zerstören, um sie für immer von unserer Welt zu verbannen?

Nehmen wir an, dass nicht einer der uns wohl bekannten Helden aus dem Lager der Jägerinnen ins Blutmoor aufbrach, sondern Frodo Beutlin, begleitet von seinen drei Freunden Sam, Pippin und Merry. Vielleicht war es auch gar kein Lager der Jägerinnen, das unsere Freunde verließen, sondern ein Elbenlager, besiedelt von Waldelf… öhm … Elben geschart um die Anführerin Andariel … Nein, die war ja böse, also dann nennen wir sie doch einfach Galadriel, der Name klingt ja auch gleich viel elbischer.

Also diese vier Freunde, ach nein, Verzeihung, natürlich ist auch schon Legolas dabei, der unsere jungen Hobbits auf ihrem Weg durch das Blutmoor begleitet – und dieser alte Mann am Feuer sieht auch verdächtig aus wie – na wenn das nicht Gandalf Graurock oder auch genannt Gandalf der Graue ist? Nein, wir mussten ihn nicht erst aus einem Käfig in Tristram befreien – welcher Zauberer lässt sich schon in einen Käfig sperren – also machen wir die Story doch nicht unnötig kompliziert.

Nun machen sich also unsere sechs Gefährten auf ihren Weg durch das Blutmoor bis hin zur Höhle Moria – die man auch die Höhle des Bösen nannte – wo sie einen kleinen, vorlauten Zwerg Namens Gimli fanden, der sich spontan ihrer Reise anschloss und mit seiner Axt sicherlich noch gute Dienste leisten würde… wenn ihn der Elb nicht daran hindern wird, denn die beiden scheinen sich nicht zu mögen. Das könnte an den unterschiedlichen Kulturen der beiden Völker gelegen haben, denn der Elb sprach nur elbisch und der Zwerg nur klingo… ach nein, das ist ja auch wieder ein anderes Universum, dazu kommen wir in einer anderen Story.

Man schlug sich vorbei an einigen Gefallenen, deren Namen man bis heute noch nicht verstanden hat, und erreichte also nun die Ebene von Rohan, dem Land der Pferdeherren, die auch Rohirrim genannt wurden und deren Temperaturverhältnisse ihr auch den Namen „kalte Ebene“ einbrachte. Weiter führt die Reise dann durch das Schwarzmoor – durch das man ohne Hilfe von Gollum, den man in den Ruinen von Tristram fand, gar nicht lebend durchgekommen wäre – bis zum schwarzen Turm von Isengart, wo der böse Graf Saruman den Wald- und Wiesenläufer Aragorn gefangen hielt – den man natürlich befreien konnte – und weiter bis zur letzten Bastion vor der Festung des Wahnsinns. Diese trug einst den stolzen Namen Minas Thirit, aber von einem so verwirrten Truchsess beherrscht wird, dass sie weit über die Grenzen Gondors hinaus bekannt war, als jene Festung des Wahnsinns.

Kaum erreichte man die letzte Bastion – den letzten Wall vor den Toren Mordors, wo man die Hitze des Flammenflusses schon spüren konnte – fielen auch schon die Horden Baals über die Klamm her und zerstörten Osgiliath, welches man im elbischen Sprachgebrauch auch liebevoll Travincal nannte. Der heilige Rat und die Armeen, die zur Verteidigung herbei geeilt waren, zogen sich gemeinsam mit unseren neun Gefährten (hat niemand bemerkt, dass es bisher nur acht waren?), zu denen nun auch Boromir, Bruder des Faramir und Neffe des dunklen Wanderers, sowie Sohn des Zeus und Vater zweier hübscher Kinder, Romulus und Remus (wir werden später noch von diesen beiden tapferen jungen Männern hören, allerdings erst, wenn sie ihre eigene Stadt gründen), gehörte, in die Stadt Minas Thirit zurück um, dort den letzten großen Angriff der Horden Baals zu erwarten.

Angeführt von Diablo, dem Fürst der Dunkelheit, auf seinem Nazgul Fuchur und gefolgt von den mächtigsten Streitkräften um Mephisto mit seinen Wargkäfern, vernichteten die Horden Baals nun auch Minas Thirit und stürzten den Truchsess in ein Wurmloch, welches sie mit einem kosmischen Band verschlossen, um ihn auf ewig zu binden.

Doch unsere neun Gefährten konnten dem Zorn Baals entkommen und flohen in die Zwergenfestung Harrogath, wo sie eine Armee an treuen Gefolgsleuten um sich scharten und die Truppen der Menschen, Zwerge sowie Elben gegen das Böse in die Schlacht führten und sich zum letzten großen Gemetzel vor dem schwarzen Tor, dem einzigen Zugang zum Berg Arreat, versammelten. Man schlug die Feinde zurück auf den Berg, wo nur noch die letzten drei Uruk Hai auf dem Gipfel des Berges zwischen den Gefährten und dem größten der drei Übel standen.

Kaum besiegten unsere tapferen Gefährten die drei wahrlich kampferprobten Uruk Hai, erreichten Frodo und Sam – getrennt von der Gruppe – den Schicksalsberg, der von Baal persönlich bewacht wurde, um dort die drei Seelensteine zu vernichten, was ihnen auch dank der zu Hilfe eilenden Adler, gesandt von einem weisen alten Mann, der nicht in einem Käfig gefangen wurde, gelang.

Was wäre wenn… fragen wir uns. Wenn es keine verschiedenen Universen gäbe, wenn niemand den Kampf gegen das Böse angetreten hätte, wenn niemand den Mut gehabt hätte aufzustehen, um zu sagen „mer losse der Dom in Kölle“?

Was wäre, wenn niemand mehr die Phantasie hat um für Gut oder Böse, wahr oder unwahr, hell oder dunkel zu kämpfen?