PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : D IV - genug RPG oder zu seichte Spielmechaniken?



RPG Dude
03. November 2019, 10:01
Diablo4 ist endlich angekündigt :). Nach der erste Freude stellt sich natürlich auch die Frage, was für ein Spiel es werden soll. Möchte Blizz eher back to the roots oder erleben wir fortgesetzte, evtl gar erweiterte Simplifizierung in wichtigen Bereichen?
Natürlich steht D4 noch total am Anfang und es wird sicher massive Änderungen im Verlaufe der Entwicklung geben. Aber so einen kleinen Grundeindruck davon, was D4 für ein Spiel werden soll, konnte man schon bekommen.

Für mich sah es so aus, als ob D4 in die Richtung eines extrem schnellen und actionlastigen Games gehen soll. Die Spielfigur fliegt geradezu von links nach rechts, die Gegner durch die Luft, es sieht alles super fast-paced aus. Das ist an sich natürlich nichts schlechtes, aber ich sehe die Gefahr, dass auch D4 in Sachen Kampfmechaniken Opfer bringen wird, was die Komplexität angeht. Meine Befürchtung ist es, dass auch D4 zu viel Action und zu wenig Rpg enthalten könnte. Mechaniken wie "Faster hit recovery" oder "Block Recovery" stehen einem extrem schnellen und geradlinigem Spiel eher im Wege, sind aber für Rollenspiele meiner Meinung nach wichtig.
Auch ließ ein erster flüchtiger Blick auf die Items nichts Gutes erahnen. Es scheint noch basaler zu werden, als in D3, mit nur noch den 3 Stats "Offense", "Defense" und "Life". Das wäre natürlich sehr schade, sollte es so kommen.
Ebenfalls scheint ein starker Fokus der Skills auf Abklingzeit zu liegen, was eine Fortführung der Mechanik aus D3 wäre, sich von den alten Diablos aber erneut ein gutes Stück entfernen würde. Auch das gefällt mir auf den ersten Blick erstmal nicht so gut.
Mein Gefühl ist es, dass sich das Spiel nur thematisch (dunkel,blutig) an D1 und 2 ausrichten wird, die ganzen "inneren Werte" jedoch einfach gehalten bleiben, damit wirklich jeder Spieler sofort gamen kann und nicht, wie es sich für ein Rpg eigentlich gehört, erstmal ein Stück einarbeiten und Vorstellung bzgl seines Chars entwickeln muss. Dazu passt auch, dass ein Char genug Skillpunkte haben soll, um alle SKills auf Maxlvl zu bringen. Und auch das wäre eine Anpassung an moderne Zeiten, bei denen der Spieler am besten gar keine "schwierigen" Entscheidungen mehr treffen muss, sondern einfach alles gleichzeitig hat.

Was meint ihr? Seht ihr es ähnlich oder habt ihr einen anderen Eindruck bekommen? Und was wünscht ihr euch? Extrem smoothes, actiongeladenes Gameplay ohne zu viele den permanenten Schnetzelfluss störende Elemente oder lieber ein vielleicht etwas umständliches Spiel, dass dafür mehr taktischen und spieltechnischen Tiefgang aufweist?
Bin auf eure Meinungen gespannt :)!

Lg,
Dude

Xkl1
03. November 2019, 11:12
Das mit den Mechaniken wie Abklingzeit seh ich sehr ähnlich wie du, bin kein Fan davon.
D4 wird eher wie D3 werden, jedoch mit manchen Aspekten von D2 (Runen, Skills...).

Auch die itemization wird ein wenig besser als in D3. Da ich ja seit gefühlten 100 Jahren bei Diablo 3 gefordert habe, dass a) Sets nicht das non plus ultra sein dürfen und b) es viiiiiiiiel Auswahlmöglichkeiten für Builds geben soll, bin ich froh, dass wir als Community endlich erhört wurden.

Wie sie sich da bei D3 in die Sackgasse manövriert haben war ja lachhaft. Damit stirbt Diablo3 imho komplett aus. Ich wüsste nicht wo Diablo3 noch besser sein soll als Diablo 4. Da gibt es einfach nix.

D1 und D2 haben durchaus ihre eigenen Stärken. Ein D2 Remaster würde ich sofort spielen.

Horseback
03. November 2019, 13:05
Ich sehe das genau wie du RPG Dude. Dass sie Mechaniken wie FCR und FHR weglassen hat wohl damit zu tun, dass neue Spieler (Kids) sich nicht überfordert fühlen sollen. Wahrscheinlich fehlen deswegen auch die ganzen Atribute wie Str/Dex/Vit/Ene. Damit geht aber das verloren was D2 ausgemacht hat und von dem fehlenden Skilltree ganz zu schweigen. Dass man ab einem bestimmten Charakterlevel dann auch noch jeden Skill ausgemaxt hat, versetzt diesem Spiel den Todesstoß.
Schade eigentlich, aber es ist ja noch in einer sehr frühen Phase und wir haben noch ein paar Jahre Zeit um in den Blizzard Foren/Social Media/Arreat Summit/woauchimmer unseren Einfluß geltend zu machen.

Andererseits muss man auch wissen, dass es wohl ein D2 Remaster geben wird und wenn sie D4 quasi wie D2 machen, beißen sie sich irgendwo selber in den Schwanz.

Aber wer weiß, vielleicht gibt es für D4 ja iwann Mods die Attribute und einen echten Skillbaum einfügen falls Blizzard es nicht tut.

InMemoriam
03. November 2019, 13:16
Es schließt sich ja oder sollte sich nicht ausschließen.

Das wäre es auch was ich wollen würde. Im Kampf selbst locker flockig durchhacken und slayen mit dem sogfältig kalibrierten und bestenfalls mit einiger Kreativität erstelltem Build.

Zur Zeit schauts mir noch etwas zu simpel aus. Man kann anscheinend alle Skills maxen? Build komplett per Itemization bestimmen klingt doch wieder nach D3.

Brauche aber weder ein PoE-Maß an Komplexität noch das notgedrungene frames gebastele von D2. was ich mir wünschen würde wäre den Spielern einfach wieder Freiraum zu lassen. Keine Pflichtitems für jeden Buid.

Najo es geht in die richtige Richtung.

Xkl1
03. November 2019, 15:31
Das stimmt offenbar nicht, dass man alle Skills maxen kann.

DameVenusia
04. November 2019, 17:42
Skills sollen wohl gemaxt werden können, über Erfahrung und so genannte Tomes. Wo man aufpassen muss sind Talente, da geht nur wenig. Dafür sind Talente wieder zu respeccen was mit Skills anscheinend nicht geht. Siehe den Post zu Skills und Talente. Wir werden sehen ;)