Angespielt: Diablo 3

Nachdem gestern eine spielbare Version angekündigt wurde, war es heute endlich soweit, ich konnte selbst für etwas über eine halbe Stunde Diablo 3 anspielen.
Der erste Eindruck widerlegte sofort einige Befürchtungen zur Atmosphäre des Spiels. Zwar sind die Farben in der Tat recht kräftig, doch die Atmosphäre des
Spiels ist sehr düster und geheimnisvoll. Das typische Diablo Feeling bleibt in jedem Fall erhalten.
Spieler, die bereits den ersten Teil gespielt haben, haben direkt zu Beginn ein Déjà-vu. Vor dem Eingang zur Kathedrale liegt ein sterbender Abenteurer und
bittet uns, den Skeletton King für ihn zu töten.

Während meiner Spielzeit konnte ich die neu angekündigte Klasse „The Wizard“ anspielen. Die Klasse wirkte schon recht ausgereift und wohl durchdacht.
Das neue Skillsystem ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, danach aber durchaus sehr gut nutzbar. Es gibt genau wie in Diablo 2 drei Skilltrees:
Storm, Arcane und Conjuring. Storm beinhaltet einen Großteil der Damageskills. Arcane wiederum hat einige interessante Ansätze an passiven Skills.
Beispielsweise gibt es einen Skill der die Casting Rate erhöht. Conjuring schließlich beschwört allerlei passive Hilfsmittel wie Rüstungen, Hydras o.ä. Dinge.

Der spielbare Teil beschränkte sich auf die Startarea und einen Dungeon, jedoch hat man genügend Möglichkeiten die bisherigen Fertigkeiten auszuprobieren.
Die vorhandenen Monster erinnern an den Start von Diablo 2. Man trifft auf allerlei Zombies und Skelette, die wenig anspruchsvoll sind.
Später jedoch gibt es Monster, die ihrerseits Skelette zerstören, oder nach ihrem Tod mehrere kleine Monster hinterlassen. Die aus Teil 2 bekannten Wegpunkte gibt es nicht mehr, dafür gibt es Autosave Punkte, zu denen man nach dem Tod zurückkehren kann. Wie eine Rückkehr nach dem ausloggen realisiert wird, war noch nicht zusehen.
Ein Skill soll hier besonders erwähnt werden, da es etwas ähnliches noch nicht in Diablo gab, Disintegrate. Der Skill fühlt sich trotz der ungewohnten Mechanik sehr
gut an, das Handling ist aber noch nicht ganz ausgereift. Der Strahl wandert noch nicht ganz korrekt mit der Maus mit.

Die Grafikengine wirkt passend, die Effekte machen die Zauberin zu einem sehr auffälligen Charakter. Durch die Effekte wird der sehr actionlastige Eindruck noch
vergrößert. Außerdem gab es während des Spiels auch Blut zu sehen, die USK Einstufung „Ab 16 Jahren“ ist damit nahezu sicher. Dies stellt wohl nur für wenige
eine Überraschung dar und sorgt auch dafür, dass sich das Spiel von der Zielgruppe klar von WoW abgrenzt.

Fazit: Alles in allem hat Blizzard mit der ersten spielbaren Version einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die Charaktere wirken in dieser frühen Phase bereits sehr
gut durchdacht. Gerade der Multiplayer hat großen Spass gemacht. Zum Schluss noch eine gute Nachricht für alle Itemjäger: Bereits in der vorliegenden Version gab es viele
verschiedene Items. Unter anderem gibt es auch wieder die Scrolls of Identify, Town Portals sucht man jedoch wie bereits erwartet vergebens.

  • 11.10.2008 um 00:30
Seid ihr hart genug? Zu "lunch" bei Blizzard