Blizzard Entertainment wird 25 Jahre alt

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Was für eine Erfolgsgeschichte! Die Macher von Diablo, Diablo II, Diablo III, Warcraft I-III, World of Warcraft, Starcraft, Starcraft II, Hearthstone, Heroes of the Storm und Overwatch und ihren Erweiterungen feiern ihr 25-jähriges Jubiläum. Wir gratulieren!

Dabei war es nicht immer einfach für Blizzard Entertainment. Am 08. Februar 1991 startete Blizzard als Silicon & Synapse mit Allen Adham, Mike Morhaime und Frank Pearce. Das war kurz nach der Zeit als Space Invaders und Asteroids noch die Spielhallen-Blockbuster waren, damals als etliche solcher Spielgeräte und Spiele in Spielhallen und Kneipen herumstanden und von meist männlichen Jugendlichen belagert wurden.

Mitgründer Allen Adham programmierte bereits als Freelancer für ein paar Firmen, benutzte seinen Computer mehr für Spiele als für die Schule und die Uni und machte trotzdem einen Abschluß in Computerwissenschaften. Statt aber das von den Eltern geschenkte Geld für eine Europareise zu verwenden, gründete er mit den beiden anderen einen Spielefirma. Sie gaben ihre Jobs auf und warfen ihr Geld zusammen.

Zunächst entwickelten sie Spiele wie RPM Racing, dessen Nachfolger Rockn’Roll Racing freilich besser war, für den Publisher Interplay. Damit machten sie ihr erstes richtiges Geld, nämlich 40.000 Dollar. Bald darauf, 1992, arbeiteten sie an „The lost Vikings“ für den gleichen Publisher und stellten während dessen Entwicklung fest, wie wichtig es ist, an höchster Qualität festzuhalten.Lost Vikings Blizzard Entertainment Dieses Spiel kam zuerst auf Super Nintendo raus, später auch für den PC und andere Plattformen und war ein erster Blockbuster. The lost Vikings gilt als eines der besten Knobelspiele die je für Super Nintendo herauskamen.

In den Jahren danach erschienen Warcraft und Warcraft II, ebenfalls sehr erfolgreich.

Statue Blizzard Headquarter

In dieser Zeit kaufte Blizzard ein erstes Studio auf, nämlich Condor, welches von Max und Erich Schaefer geleitet wurde. Folge war ein ein unerwarteter Blockbuster, veröffentlicht am 31.12.1996, der alle Rekorde sprengte: Diablo.

Diablo Blizzard Entertainment

Dieses Action-RPG sollte das RPG-Genre wiederbeleben, welches zu der Zeit vor sich recht einfallslos hindümpelte. Max Schäfer meinte dazu: „Wir wollten einen Helden, der ein Skelett erschlägt. Mit diesem Bild fingen wir an.“ Das in „Blizzard North“ umbenannte Studio entwickelte im Jahr 2000 den ebenfalls extrem erfolgreichen Nachfolger Diablo 2, welcher bis 2005 weiterentwickelt wurde. Lange Zeit geschah nach außen hin nichts … bis 2012 Diablo III erschien und bis heute fortentwickelt wird. Diablo III ist, wie seine Vorgänger, eines der erfolgreichsten PC-Spiele aller Zeiten.

Andere Entwicklungen wie World of Warcraft, Starcraft und seine Nachfolger, griffen neue Strömungen in der Spielerschaft und dem Wettbewerb auf, schufen serverbasierte Onlinespiele, MMO’s, oder erlaubten im E-Sport-Rahmen, dass sich Spieler aus aller Welt miteinander messen konnten.

Mit der Entwicklung von Hearthstone und Heroes of the Storm verfolgte Blizzard diese Strategie weiter.

Overwatch, der jüngste Sproß von Blizzard, ein Teamshooter, wird dieses Frühjahr veröffentlicht. Die bereits sehr gut aussehende Beta gibt zu großen Hoffnungen Anlaß.

overwatch-all

Möglich wurde all das, trotz mehrfacher Verkäufe des Studios an internationale Konzerne, durch das Mission Statement, zu welchem sich Blizzard Entertainment seit seinen Anfängen verpflichtet fühlt:

Wir wollen die bestmögliche Unterhaltung machen.

  • Gameplay zuerst
  • Qualität muss sein
  • Spiel anständig, spiel fair
  • Lerne deinen innneren Geek zu lieben
  • Jede Stimme zählt
  • Denke weltumspannend
  • Führe verantwortungsvoll
  • Lerne und wachse daran

Derlei Statements hört man von vielen Firmen. Blizzard ist es aber seit 25 Jahren gelungen, nicht nur in der hart umkämpften Spieleindustrie bestehen zu bleiben, sondern dort über all die Jahre eine führende Rolle einzunehmen. Mittlerweile beschäftigt Blizzard mehrere tausend Mitarbeiter und hat mehr Spiele NICHT veröffentlicht (z.B. Starcraft: Ghost, Titan, Warcraft Adventures, Pax Imperia, Nomad und einige andere mehr) als veröffentlicht. Gleich, ob man nun das eine oder andere veröffentlichte Spielkonzept mag, dafür gehört Blizzard größter Respekt.

Lieben tun wir Euch freilich für die Diablo-Reihe ;)

Wer noch mehr Details erfahren will ist bei dem Artikel von Dean Takahashi bei venturebeat.com bestens aufgehoben.

Andi - Staffie bei indiablo - mehr oder weniger freiwillig :D aus Stuttgart/Benztown

Alter: Wollt Ihr nicht wissen. Geschlecht: Wißt Ihr wenn Ihr Profile lesen könnt Hobbys: Viel zuviele und Diablo versteht sich Sonstiges: Ne Menge, da reicht der Platz nicht... Beruf: Leider nix mit Diablo 3 :)

Diablo 3: Erfolgreiche Solo-Monk-Builds Diablo 3: Über Items, Buffs und Nerfs
Comments
Grunash
Erster! Mir fehlt im Artikel das "Its done, when its done!" !
Shihatsu
Mir fehlt vor allem der Aufstieg und Fall des Abo-Modells (WOW) und die Begründung des Progaming in Korea (SC:BW) - im Allgemeinen könnte man aus diesem Artikel ohne Probleme 10+ Seiten holen. Das wäre aber verdammt viel Arbeit
headshopper
Happy Birthday Blizzard. Und nun raus mit den Community-Buffs
Freiik
"Computerwissenschaften"
moscito
LOST VIKINGS war wirklich nicht schlecht, auch wenn sie das Konzept mehr der weniger bei LEMMINGS geklaut hatten...

Glückwünsche !

PS: vote for Comm-Buffs 2 !!!
DameVenusia
So isses Bin ja kein Historiker und die Geschichte Blizzards wäre eher was für die Buchform. Davon abgesehen hat WoW immer noch 5.5 Millionen zahlende Spieler. Früher mal 12 Millionen, aber auch mit 5.5 Millionen wird noch gutes Geld verdient. Aber vielleicht ist die Zeit für Abo-Modelle wie bei WoW tatsächlich vorbei.
MrGracy
Alles Gute zum Geburtstag \o/

Muss man Blizz böse sein, da durch die vielen tollen Spiele so viel Zeit drauf geht? Oder muss man dankbar sein, da man seine Zeit mit den tollen Spielen sinnvoll und voller Spaß verbringen kann?
DameVenusia
Gute Frage. Ich spiel nur die Diablo-Reihe ... und das ist bereits ein gewaltiger Zeitfresser. So was kann man nicht richtig erfassen, die investierten Euro waren/sind jedenfalls gut angelegt, ob ich das auch für meine Zeit sagen kann frage ich mich lieber nicht und erst recht nicht meine Holde
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