Diablo 3 Sword of Justice: Gute Reviews und ein Interview zum neuen Diablo-Comic

Neben Computerspielen, Tabletops und Büchern sind auch Comichefte ein beliebtes Medium für klassische Fantasy. Die Idee liegt also nahe, aus Diablo einen Comic zu machen – bereits zu Diablo 2 gab es Comics von Publisher Dark Horse. Für Diablo 3 hat mittlerweile Wildstorm/DC die Lizenz übernommen und legt mit der Miniserie „Sword of Justice“ eine in sich geschlossene Geschichte in 5 Ausgaben vor.

Der erste Teil ist in den USA im November erschienen und in Deutschland aktuell leider nur als Import oder im Comicfachhandel erhältlich. Wir konnten bereits vor einigen Wochen ein aufschlussreiches Interview mit Schreiber Aaron Williams und Zeichner Joseph Lacroix führen. Unsere Kollegen von IGN Comics hatten der neuen Serie einen gelungenen Start bescheinigt und luden Williams nun ihrerseits ebenfalls zum Gespräch. Wir haben für euch die Highlights daraus übersetzt.

Bücher und Comics zu Videospielen genießen im Allgemeinen keinen guten Ruf. Wie bist du vorgegangen, um dieses Problem zu vermeiden?

Der Schlüssel sind dreidimensionale Figuren. Mit Videospielbüchern passiert gerade dasselbe wie mit Fantasy, nachdem Dungeons & Dragons beliebt wurde und Geschichten nur noch auf diese Weise erzählt wurden: Es gab „den Zauberer“, „den Schwertschwinger“, „den Dieb“ und so weiter, aber keinen Grund, warum sie überhaupt in der Geschichte waren – außer ihres Berufs oder ihrer Rolle.

Mir fällt kein besseres Vorbild ein als Stephen King. Seine Bücher haben gut gemachte Figuren, die soviel Charakterisierung und Persönlichkeit bekommen, dass uns interessiert, was mit ihnen passiert, selbst wenn das Monster komplett harmlos ist[…]

Wie viel künstlerische Freiheit hattest du beim Schreiben? War es Absicht, das Buch von Figuren und Ort der Spielhandlung zu distanzieren?

Ich genoss viel Freiheit, solange ich nicht mit etwas in Konflikt geriet, das in Diablo 3 festgelegt wird. Das bedeutet, dass ich sicherstellen musste, dass der Zauberer Shanar die Sprüche benutzt, die Zauberer auch im Spiel benutzen. Außerdem gab es eine Szene, die im vergessenen Turm spielen sollte. Aber dieser Ort ist schon, naja, „besetzt“ und wir wollten nichts vorab verraten oder Fragen aufwerfen wie „wenn hier schon im Comic Leute waren und den Ort komplett verwüstet haben, warum ist hier nicht einfach nur ein Krater?“ Das war aber nicht so schlimm, wie es jetzt klingt, da der Großteil der Handlung in noch unerforschten Gebieten stattfindet.

Wird dieses Buch direkt mit den Ereignissen in Diablo 3 verknüpft sein? Werden Spieler einen Bezug zwischen beiden herstellen können, sobald das Spiel erscheint?

Soweit ich weiss, wird es durchaus Bezüge geben. Diablospieler, auch ich, mögen es, wenn Details, Figuren und Gegenstände aus verschiedenen Geschichten im Spiel auftauchen. Ich freue mich schon darauf, herauszufinden, was davon im fertigen Spiel sein wird!

» Originalzitat

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